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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Soziokontextualität von Kompetenz und Bildungsprozesse in transnationalen Räumen. Der Habitus der Überlebenskunst
Paralleltitel: Sociocontextuality of competence and educational processes in transnational areas. The habits of survival
Autor:
Originalveröffentlichung: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2 (2007) 3, S. 295-309
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Bildung; Kompetenz; Bildungschance; Begriff; Erfolg; Misserfolg; Transfer; Bildungswesen; Schulerfolg; Afrikaner; Ausländer; Flüchtling; Jugendlicher; Migrant; PISA-Studie; Deutschland
Pädagogische Teildisziplin: Vergleichende Erziehungswissenschaft; Bildungssoziologie
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1862-5002
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Die Operationalisierung des sog. ressourcenorientierten Ansatzes in pädagogischen Praxisfeldern mit Menschen ausländischer Herkunft oder Migrationshintergrund ist stark davon abhängig, wie die Benachteiligung, die durch den fremd- bzw. transnationalen Erwerbskontext von Kompetenzen in Migrationssituationen entstanden ist, zugunsten der MigrantInnen produktiv bewältigt werden kann. Ausgehend von der Kritik an einem durch Abstraktion gekennzeichneten Umgang mit der Bedeutung des Kontextes für die Entstehung des Phänomens 'Kompetenz', wie dies u.a. in der theoretischen Grundlage der PISA-Studien der Fall ist, stellt der Verfasser in diesem Beitrag die These auf, dass Kompetenzen sowohl in ihren Konstruktionsprozessen als Fähigkeit als auch in ihrer Konstitution als Kapital, ergo (Kompetenzen), in ihrer Onto- bzw. Soziogenese kontextabhängig sind. Diese Kontextdependenz der Kompetenz zwingt die ressourcenorientierte erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung zur ernsthaften Auseinandersetzung mit der Frage der Modalitäten des Transfers und denen der Nutzbarmachung der mitgebrachten Kompetenzen im Kontext der transnationalen Migration. Die theoretische und empirische Klärung einige dieser Modalitäten zu skizzieren, gilt folglich das Erkenntnisinteresse dieses Beitrags. Mit Hilfe des Habitusbegriffs nähert sich der Verfasser zunächst dieser Frage theoretisch an. Anschließend greift er die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung, die mit zirka 80 Flüchtlingsjugendlichen afrikanischer Herkunft u.a. über ihre Bildungsbiografie in Deutschland geführt wurde, auf (vgl. Neumann. u.a. 2003, Seukwa 2006) und fokussiert dabei v.a. die aus den empirischen Daten hervorgegangenen positiven bzw. negativen Raum- oder Kontexteffekte beim Kompetenztransfer bzw. bei ihrer Nutzbarmachung. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): The operationalisation of the so-called resource-oriented approach in pedagogical work with people of foreign origin or with a migration background is highly dependent on the way the disadvantage resulting from the foreign or transnational context of competence acquisition in migration situations is dealt with. Based on criticism of an abstract understanding of the significance of context in the development of the phenomenon of 'competence', as it appears in the theoretical framework of the PISA studies, for instance, the author will hypothesize here that competencies are context-dependent in their development process as skills as well as in their constitution as resources - and thus in their ontogenesis and sociogenesis. This context-dependence of competence makes it necessary for the resource-oriented approach to migration research to seriously tackle the question of the modalities of transfer and the utilisation of prior to migration acquired competencies of young migrants in the context of transnational migration. Outlining the theoretical and empirical aspects of some of these modalities is hence the primary aim of the present study. The author will at first approach this question theoretically, while making use of the concept of 'Habitus' as a starting point. After that he will come back to the results of an empirical study of educational careers in Germany, which he conducted with about 80 refugee youths of African origin (cf. Neumann 2003, Seukwa 2006), and will focus primarily on the positive and negative contextual effects in the process of competence transfer and their utilisation by these young women and men as reflected by the empirical data. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung Jahr: 2007
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 05.11.2009
Empfohlene Zitierung: Seukwa, Louis Henri: Soziokontextualität von Kompetenz und Bildungsprozesse in transnationalen Räumen. Der Habitus der Überlebenskunst - In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2 (2007) 3, S. 295-309 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-10178