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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Titel: Nur ein Test? – Auswirkungen nicht unterstützenden Testleiterverhaltens bei Intelligenztestungen auf den Selbstwert
Autoren: ;
Originalveröffentlichung: Empirische Sonderpädagogik 7 (2015) 4, S. 283-299
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Intelligenztest; Selbstwertgefühl; Emotion; Sonderpädagogik; Sonderpädagogischer Förderbedarf; Empirische Untersuchung
Pädagogische Teildisziplin: Empirische Bildungsforschung; Behindertenpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1869-4845
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Intelligenztestungen gehören zum beruflichen Alltag in der psychologischen und sonderpädagogischen Praxis. Während verschiedene Studien darauf hinweisen, dass bei der Durchführung von Intelligenztests die Art der Testinstruktion sowie das Testleiterverhalten einen bedeutsamen Einfluss auf die Testangst und die Testleistung haben, wurde bisher kaum untersucht, inwiefern diese Faktoren auch einen Einfluss auf das Selbstwertgefühl nach der Testung haben. Zur Untersuchung dieser Frage wurden mit N = 31 Kindern der fünften Jahrgangsstufe standardisierte Einzeltestungen durchgeführt. Hierbei wurden die Kinder auf zwei Experimentalgruppen (unterstützende vs. nicht unterstützende Intelligenztestung) und eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Bei den Kindern der nicht unterstützenden Experimentalgruppe zeigte sich im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen eine signifikante Reduktion des situationalen Selbstwerts direkt im Anschluss an die Testung sowie des allgemeinen Selbstwerts zwei Wochen später. Die Effekte der Testbedingung erwiesen sich dabei als unabhängig von der erzielten Testleistung. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig unterstützendes Testleiterverhalten bei der Durchführung von Intelligenztestungen ist, um nicht nur eine valide Leistungseinschätzung zu ermöglichen, sondern auch die emotionalen Kosten für die getesteten Kinder möglichst gering zu halten. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Intelligence tests are part of the daily work of psychotherapists and in special needs education. While a number of studies have demonstrated that in conducting intelligence tests the specific test instructions have a substantial impact on test anxiety and test performance, it has been seldom investigated in how far these factors also affect children’s self-esteem after testing. To address this question, we tested N = 31 fifth-grade children in a standardized, individual setting. Children were assigned to two experimental groups (supportive vs. non-supportive intelligence test instruction) and a control group. Compared to the other two groups, children of the non-supportive condition showed significant reductions in situational self-esteem directly after test completion and also in overall self-esteem two weeks later. The effects were independent from children’s actual test performance. The findings emphasize that supportive test instructions are not only important for valid assessments of test performance, but also to reduce the emotional costs for the children tested. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Empirische Sonderpädagogik Jahr: 2015
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 04.12.2015
Empfohlene Zitierung: Otterpohl, Nantje; Schwinger, Malte: Nur ein Test? – Auswirkungen nicht unterstützenden Testleiterverhaltens bei Intelligenztestungen auf den Selbstwert - In: Empirische Sonderpädagogik 7 (2015) 4, S. 283-299 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-114527