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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Titel: Zur Kritik partizipativer Wissenspolitik
Autor:
Originalveröffentlichung: Erziehungswissenschaft 26 (2015) 50, S. 65-73
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Partizipation; Politik; Bildungspolitik; Wissenschaft; Wissenschaftspolitik; Bildungsforschung; Verwissenschaftlichung; Hegemonie
Pädagogische Teildisziplin: Sonstige; Bildungsorganisation, Bildungsplanung und Bildungsrecht
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0938-5363
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: (Verlags-)Lektorat
Abstract (Deutsch): „Nicht alles, was (aus logischen Gründen) unterschieden werden muss, kann realiter getrennt werden“ (Heid 2013, S. 424). Dieser Satz stammt von Helmut Heid. Es handelt sich um eine Fußnote aus dem Artikel „Logik, Struktur und Prozess der Qualitätsbeurteilung in Schule und Unterricht“, mit dem Heid 2013 in der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft eine Kontroverse über Fragen der Qualitätsbeurteilung von Schule und Unterricht ausgelöst hat. Aus logischen Gründen, schreibt Heid (2013, S. 407), müsse man zwischen deskriptiv-explikativen und wertenden Komponenten der Urteilsbildung unterscheiden, aber praktisch hängen beide in der Urteilsbildung zusammen. Wer sich in Qualitätskontroversen auf Tatsachenfeststellungen zurückziehe, „unterstellt“ oder „erschleicht“ deren (positive oder negative) Bewertung (ebd., S. 409). Aber nicht Differenzen in den Urteilsbildungen seien das Problem, sondern die Verschleierung der darin enthaltenen normativen Entscheidungen. (...) Wenn eine Analyse der aktuellen Entwicklung von Educational Governance Ausgangspunkt für eine Antwort auf die Frage „Wie politisch ist die Bildungsforschung?“1 ist, dann sollte man sich nicht vom langen Schatten des Werturteilsstreits leiten lassen und danach fragen, in welchem Ausmaß Bildungsforschung durch Politik kontaminiert wird, sondern die Frage so reformulieren: „Auf welche Weise ist Bildungsforschung heute politisch?“ Davon zu trennen ist die Frage, wie „engagiert“ oder „distanziert“ ihre Forschungen sind (Elias 1987). Ich werde die mit dieser Frage verbundenen Annahmen im Folgenden explizieren (Kap. 2 und 3), an der europapolitisch eingesetzten offenen Methode der Koordinierung illustrieren (Kap. 4) und im Anschluss daran Thesen formulieren, die Antwortversuche auf die Frage sind: „Auf welche Weise ist Bildungsforschung heute politisch?“ (Kap. 5). (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Erziehungswissenschaft Jahr: 2015
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 11.12.2015
Empfohlene Zitierung: Forster, Edgar: Zur Kritik partizipativer Wissenspolitik - In: Erziehungswissenschaft 26 (2015) 50, S. 65-73 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-115044