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Aufsatz (Sammelwerk) zugänglich unter
URN:
TitelPolitische Steuerungslogiken beruflicher Bildung. Zentrifugale und zentripetale Kräfte in der Governance beruflicher Bildung
Autor
OriginalveröffentlichungBohlinger, Sandra [Hrsg.]; Fischer, Andreas [Hrsg.]: Lehrbuch europäische Berufsbildungspolitik. Grundlagen, Herausforderungen und Perspektiven. Bielefeld : W. Bertelsmann Verlag 2015, S. 25-55
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Berufsbildung; Politische Steuerung; Bürokratie; Standard; Leistungsmessung; Rechenschaftslegung; Autonomie; Wettbewerb; Berufsbildende Schule; Dezentralisierung; Koordination; Vertrauen; Ehre
TeildisziplinBerufs- und Wirtschaftspädagogik
DokumentartAufsatz (Sammelwerk)
ISBN978-3-7639-5542-8
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
Begutachtungsstatus(Verlags-)Lektorat
Abstract (Deutsch):Die Autorin macht deutlich, „dass in der beruflichen Bildung sehr divergente Interessengruppen und Systemlogiken miteinander verkoppelt werden.“ Zugleich verweist sie darauf, „dass ein Verzicht auf Steuerung in der beruflichen Bildung keine sinnvolle Alternative darstellt. Der gesellschaftliche Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wird rein durch Eigeninitiative der beteiligten Individuen und Unternehmen in der Regel nicht bereitgestellt werden können.“ Sie geht folgenden Fragen nach: „Wie aber gelingt Handlungskoordination derart divergenter sozialer Systeme auf so vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen? Welche u. U. konstruktive Wirkung haben die Zentrifugalkräfte, d. h. die Eigenständigkeit und Selbstbezüglichkeit der Akteurinnen und Akteure? Wie kann es einer gegenläufigen Zentripetalkraft gelingen, wieder so viel Kohäsion zu erzeugen, dass der Gesamtzusammenhang nicht verloren geht?“ Ihre Erklärungen lauten: „über Bürokratie und über den Markt.“ Beide Steuerungsformen beschreibt sie und bezieht dabei „direkte Steuerungsformen über Normen und Ressourcenvergabe ebenso ein […] wie modernere, indirekte Formen der Steuerung über Anreize, Verhandlungen und Kontextsteuerung.“ Doch werden „neben den unzweifelhaften Verdiensten dieser Art von Regulierung auch deren Grenzen offensichtlich.“ Ihre These lautet: „Die berufliche Bildung funktioniert als soziales System dann, wenn es ihr gelingt, im Inneren Vertrauen zur Grundlage von Verhandlungen und Handeln werden zu lassen. […] Während Vertrauen Koordination ins Innere der beruflichen Bildung ermöglicht, ist gleichzeitig eine Abgrenzung nach außen, die Konstruktion von Einzigartigkeit notwendig, um berufliche Bildung als eigenen gesellschaftlichen Bereich zu konstituieren. Diese Abgrenzung (und häufig genug: Ausgrenzung) gegenüber ungelernter Arbeit oder auch akademischer Arbeit geschieht im Medium der Ehre.“ (DIPF/Orig./paul)
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Eintrag erfolgte am25.01.2016
Empfohlene ZitierungClement, Ute: Politische Steuerungslogiken beruflicher Bildung. Zentrifugale und zentripetale Kräfte in der Governance beruflicher Bildung - In: Bohlinger, Sandra [Hrsg.]; Fischer, Andreas [Hrsg.]: Lehrbuch europäische Berufsbildungspolitik. Grundlagen, Herausforderungen und Perspektiven. Bielefeld : W. Bertelsmann Verlag 2015, S. 25-55 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-116326
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