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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
OriginaltitelVom Triumph der „deutschen" Methode über die Gebärdensprache. Problemskizze zur Pädagogisierung der Gehörlosigkeit im 19. Jahrhundert
ParalleltitelThe triumph of the "german" method over sign language - a critical outline of pedagogical concepts concerning deafness in the 19th century
Autor
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 37 (1991) 2, S. 245-266
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Methodik; Lautsprache; Geschichte <Histor>; Behinderung; Gehörlosigkeit; Sonderpädagogik; Gebärdensprache; 19. Jahrhundert
TeildisziplinHistorische Bildungsforschung
Behindertenpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Dem Autor geht es darum, Geschichte der Gehörlosenbildung, die sich heute auf ein sonderpädagogisches Spezialthema verengt hat, in jenen allgemeinhistorischen Problemhorizont zurückzuholen, in den die aufklärerische Entdeckung der „Bildbarkeit" des „Taubstummen" sie gestellt hatte. In der Tat ist unter intern-methodischem Gesichtswinkel nicht erklärbar, warum im 19. Jahrhundert „Pädagogisierung" des Sektors darauf hinauslief, an der gebärdensprachlichen Eigenkompetenz der Gehörlosen vorbei deren einseitige Anpassung an die Lautsprache der hörenden Mehrheit zu betreiben, obwohl dies offenkundig scheiterte. Sinnfällig rekonstruieren läßt sich ein Stück negativer Modernisierungsgeschichte, das staatliche Minderheitspolitik und professionelle Standesinteressen zusammenband und, bis in die Köpfe der Betroffenen hineinwirkend, Gehörlosigkeit psychopathologisch festschrieb. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):It is the author's aim to reconsider the history of the education of the deaf - which has, in modern pedagogics, been reduced to a specialty within the education of handicapped children - within the wider and more general historical framework in which the discovery of the "educability" of the "deaf and dumb" during the era of enlightenment had placed it. In fact, from an internal methodological point of view, it is inexplicable why, in the nineteenth Century, pedagogical theory and practice in this sector aimed at a one-sided adaptation of the deaf to the speech of the majority of those able to hear inspite of the fact that this was obviously doomed to fail and without considering the deaf-mutes' own competence in sign language. It is possible to reconstruct a history of negative modernization in which governmental minority policies and professional class interests worked together in establishing deafness as a psychopathological phenomenon, -even in the minds of those concerned. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 1991
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Eintrag erfolgte am11.07.2017
Empfohlene ZitierungList, Günther: Vom Triumph der „deutschen" Methode über die Gebärdensprache. Problemskizze zur Pädagogisierung der Gehörlosigkeit im 19. Jahrhundert - In: Zeitschrift für Pädagogik 37 (1991) 2, S. 245-266 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-124722
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