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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Originaltitel: Die Banalität des Guten. Zur Begründung der moralischen Erziehung
Paralleltitel: The banality of the good - towards a foundation of moral education
Autor:
Originalveröffentlichung: Zeitschrift für Pädagogik 37 (1991) 1, S. 41-64
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Erziehungstheorie; Moral; Erzieher-Kind-Beziehung; Moralische Erkenntnis; Kommunikation; Macht; Anerkennung
Pädagogische Teildisziplin: Historische Bildungsforschung
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0044-3247
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Das pädagogische Verhältnis wird fundiert von einem sozialen Verhältnis, in dem sich Erzieher und Edukand gegenseitig als Subjekte anerkennen. Die erste Aufgabe, die ein neugeborenes Kind und seine primären Pflegepersonen zu lösen haben, ist der Aufbau eines Bereichs von Intersubjektivität, durch den erzieherische Handlungen allererst möglich werden. Erziehung als Prozeß der Beeinflussung von Subjektivität kann als sukzessive Erweiterung der reziproken Beziehung von Erzieher und Edukand verstanden werden. Damit lassen sich grundlegende moralische Kategorien im personalen und edukativen Verhältnis von Erzieher und Edukand festmachen. Denn die beiden Moralprinzipien der Gerechtigkeit und des Wohlwollens entsprechen der symmetrischen Beziehung von Erzieher und Edukand einerseits und ihrem asymmetrischen Verhältnis andererseits. Die erzieherische Situation ist selbst ein Ort moralischer Erfahrungen. Daß Kinder bereits früh zu moralischer Einsicht fähig sind, zeigen neuere psychologische Untersuchungen. Ziel der moralischen Erziehung kann es daher nicht sein, Kinder gut zu machen, sondern ihnen bei der Interpretation und Anwendung ihrer moralischen Intuitionen behilflich zu sein. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): An educational relationship is based upon a social relationship in which educator and learner each recognize the other as subjects. The first task facing the newborn child and his primary caretaker is the creation of an area of intersubjectivity, through which educating actions become at all possible. Education as a process of influencing subjectivity can be seen as the successive expansion of the reciprocal relationship between educator and learner. Fundamental moral categories can thus found in the personal and educational relationship between caretaker and child, because the moral principles of both justice and benevolence are in accordance with the symmetrical relationship of educator and learner on the one hand, and their asymmetrical relationship on the other. The Situation of bringing up a child is itself a place of moral experiencing. Children are capable of moral insight early on, as recent psychological studies have shown. Therefore, the goal of moral education can not be that of making children good, but rather to help them to interpret and apply their moral intuition. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Zeitschrift für Pädagogik Jahr: 1991
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 01.11.2016
Empfohlene Zitierung: Herzog, Walter: Die Banalität des Guten. Zur Begründung der moralischen Erziehung - In: Zeitschrift für Pädagogik 37 (1991) 1, S. 41-64 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-125084