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Aufsatz (Sammelwerk) zugänglich unter
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Titel: Antihumanismus, Transhumanismus, Posthumanismus: Bildung nach ihrem Ende
Autor:
Originalveröffentlichung: Kluge, Sven [Hrsg.]; Steffens, Gerd [Hrsg.]; Lohmann, Ingrid [Hrsg.]: Menschenverbesserung - Transhumanismus. Frankfurt am Main [u.a.] : Lang 2014, S. 237-265. - (Jahrbuch für Pädagogik; 2014)
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Humanismus; Humanistische Bildung; Erziehungsphilosophie; Erziehungswissenschaft; Anthropologie; Menschenbild; Menschheit; Technologische Entwicklung; Wissenschaftlich-technischer Fortschritt; Zukunft
Pädagogische Teildisziplin: Allgemeine Erziehungswissenschaft
Dokumentart: Aufsatz (Sammelwerk)
ISBN: 978-3-653-05104-9; 978-3-631-65764-5
ISSN: 0941-1461
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: (Verlags-)Lektorat
Abstract (Deutsch): Die Diskurse um das Ende des Menschen und der Topos vom Ende humanistischer Bildung erfahren durch den Transhumanismus nicht nur eine ungeahnte Reaktualisierung, sondern durch die Verschiebung der Referenz der Aussagen von der metaphorischen Ebene auf die des buchstäblich Realen zugleich eine Radikalisierung von größter Ambivalenz. Die in Aussicht gestellte Erfüllung ältester Menschheitsträume geht einher mit der Befürchtung des Schlimmsten. Man verspricht die Überwindung der Endlichkeit des Menschen und seine Vervollkommnung durch Supplementierung der Kulturpraktiken von Erziehung und Bildung durch Naturwissenschaft und Technik. Damit stellt der Transhumanismus für die Pädagogik eine fundamentale Herausforderung dar, auf die sie jedoch schlecht vorbereitet ist. Für eine radikale Kritik am Projekt der Verschmelzung von Mensch und Maschine, die nicht in den alten Dualismus von Vitalismus vs. Mechanismus und den Gegensatz von Bildung und Technik zurückfällt, fehlen ihr die theoretischen Mittel. Der Beitrag versucht daher, die diskursiven Ausgangskonstellationen zu skizzieren, von denen aus eine kritisch-theoretische Analyse des techno-theologischen Phantasmas des Transhumanismus möglich werden könnte.
Abstract (Englisch): With the emergence of transhumanism the discourse about the end of man and the topos of the end of humanistic education and Bildung not only did un¬dergo an unsuspected reactualization, but also a highly ambivalent radicalization, with the reference of statements shifting from a metaphorical to a literally real level. The prospect of fulfilling some of mankind’s oldest dreams is accompanied by a fear of the worst. The supplementation of the cultural practices of education with the help of science and technology promises to overcome the finitude of man and bring him closer to perfection. Thus, transhumanism represents a fundamental challenge for pedagogy – to which it is ill-prepared. Pedagogy lacks the theoreti¬cal resources for a radical critique of the project of merging man and machine that does not fall back to dualistic positions like vitalism vs. mechanism or Bildung vs. technology. This article attempts to outline the discursive constellations from which a critical-theoretical analysis of the techno-theological phantasm of tran¬shumanism might be possible.
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Eintrag erfolgte am: 14.02.2017
Empfohlene Zitierung: Wimmer, Michael: Antihumanismus, Transhumanismus, Posthumanismus: Bildung nach ihrem Ende - In: Kluge, Sven [Hrsg.]; Steffens, Gerd [Hrsg.]; Lohmann, Ingrid [Hrsg.]: Menschenverbesserung - Transhumanismus. Frankfurt am Main [u.a.] : Lang 2014, S. 237-265. - (Jahrbuch für Pädagogik; 2014) - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-128248