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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Effects of social learning networks on student academic achievement and pro-social behavior in accounting
Paralleltitel: Effekte sozialer Lernnetzwerke auf Schülerleistungen und das Sozialverhalten im Fach Rechnungswesen
Autor:
Originalveröffentlichung: Journal for educational research online 9 (2017) 1, S. 52-76
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Unterrichtsmodell; Kooperatives Lernen; Lerntheorie; Soziales Netzwerk; Lernen; Beziehung; Schülerleistung; Kompetenzentwicklung; Rechnungswesen; Mathematische Kompetenz; Soziale Kompetenz; Berufsbildende Mittlere Schule; Berufsbildende Höhere Schule; Schuljahr 09; Schuljahr 10; Schuljahr 11; Regressionsanalyse; Mehrebenenanalyse; Empirische Untersuchung; Österreich
Pädagogische Teildisziplin: Empirische Bildungsforschung; Schulpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1866-6671
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Englisch): Collaborative learning is characterized by patterns of relationships between learners. Standard practice usually uses rating scale data to assess collaborative learning and ignores its relational characteristics. Thus, in this paper we use social network analysis (SNA) to answer the following questions: Do progressive school reforms lead to more collaborative learning (as indicated by social network metrics)? And if so, do SNA metrics positively predict students’ academic and social competence development? The first question results from the COoperative Open Learning (COOL) concept that is widely used in Austria. The second question is based on cognitive learning theories, which postulate that learning occurs, for instance, when cognitive conflicts arise in a mutual exchange with others and when these are successfully solved, for example, by giving reciprocal explanations. Using data from 504 students in 19 upper secondary commercial school classes in Austria, we performed a series of mean difference tests at the class level and applied multilevel regression models in order to test our hypotheses. The results show that, as hypothesized, COOL classes have more pronounced social network characteristics than traditionally instructed classes. However, contrary to our expectations, only two SNA measures (indegree and reachability) predict students’ cognitive outcomes, whereby indegree has a positive and reachability has a negative effect. Class-level SNA measures (such as density of a learning network) did not reveal as significant predictors of neither accounting nor social competence development. With regard to students’ social competencies, only students’ indegree is weakly but negatively associated with perspective taking skills. This lack of support of our assumptions is discussed in the context of the theory and the COOL concept and against the lack of data on the qualitative nature of the relations between students. (DIPF/Orig.)
Abstract (Deutsch): Kooperatives Lernen zeichnet sich u.a. durch Lernbeziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus. Traditionelle Lehr-Lernforschung verwendet häufig Ratingskalen, um das Ausmaß an kooperativem Lernen zu erfassen und ignoriert dabei den relationalen Charakter kooperativen Lernens. Daher wird im vorliegenden Beitrag die Methode der sozialen Netzwerkanalyse verwendet, um folgende Forschungsfragen zu beantworten: Führen moderne Unterrichtsformen zu vermehrtem kooperativen Lernen (gemessen anhand von Strukturmerkmalen sozialer Lernnetzwerke wie deren Dichte, Hierarchie und Zentralität)? Inwiefern sagen diese Strukturmerkmale den schulischen Lernerfolg sowie die sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern vorher? Die erste Frage ergibt sich aus dem in Österreich weitverbreiteten Unterrichtsmodell des COoperativen Offenen Lernens (COOL), das sich die Förderung des gemeinsamen und kommunikativen Lernens zum Ziel gesetzt hat. Die zweite Frage basiert auf kognitiven Lerntheorien, die postulieren, dass Lernen vor allem dann stattfindet, wenn kognitive Konflikte, die durch den Austausch mit anderen entstehen, erfolgreich gelöst werden und bspw. gegenseitiges Erklären stattfindet. Daten von 504 Schülerinnen und Schülern aus 19 Klassen der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in Österreich wurden mittels einer Reihe von Mittelwertunterschiedstests sowie Mehrebenenregressionen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass COOL-Klassen, wie angenommen, über stärker ausgeprägte Lernnetzwerkmerkmale als traditionell unterrichtete Klassen verfügen. Allerdings sagen, entgegen den Erwartungen, nur wenige Merkmale (indegree und reachability) die fachlichen Schülerleistungen vorher, wobei indegree einen positiven und reachability einen negativen Effekt aufweist. Auf Klassenebene konnten keine signifikanten Prädiktoren, weder für die fachlichen noch sozialen Schüleroutputs, identifiziert werden. Diese unerwarteten Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Lerntheorien, dem COOL-Konzept und der fehlenden Informationen über die Qualität der Lernbeziehungen diskutiert. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Journal for educational research online Jahr: 2017
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 10.04.2017
Empfohlene Zitierung: Helm, Christoph: Effects of social learning networks on student academic achievement and pro-social behavior in accounting - In: Journal for educational research online 9 (2017) 1, S. 52-76 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-129667