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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Titel: Die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern neu denken. Kognitionspädagogische Anmerkungen zur "neuen Lernkultur"
Autor:
Originalveröffentlichung: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 12 (1994) 1, S. 19-37
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Lehrer; Lehrerrolle; Lernkultur
Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0259-353X
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Ausgelöst durch die unübersehbaren Folgen, welche gesellschaftliche Veränderungsprozesse auf die Wissens- und Lernkultur bzw. das Bildungsverständnis der öffentlichen Schule haben, hört man seit einigen Jahren einmal mehr auch bei uns den Ruf nach einem Gestaltwandel von Schule und Unterricht - vorab nach einer didaktischen Öffnung und stärkeren Subjektorientierung des Lernens und, damit verbunden, nach einem Wandel der pädagogischen Rolle von Lehrerinnen und Lehrern. Ausgehend von einer Diagnose heutiger Lehr- Lernkultur wird im ersten Teil des vorliegenden Beitrags die Forderung nach einer 'neuen Lernkultur' einer kognitionspädagogischen Analyse unterzogen. Die These, die vertreten wird, lautet, dass die gegenwärtige 'reformdidaktische Bewegung' mit der 'historischen Reformpädagogik' grundlegende Schwäche teilt, die Unfähigkeit nämlich, die pädagogisch-didaktischen Handlungskonzepte, die sie praktisch vertritt, auch lernprozesstheoretisch analysieren und begründen zu können. Dadurch und als Folge eines beobachtbaren, hinsichtlich der Ausrichtung von Schule vorschnell postulierten Pendelschlags von einem einseitig materialen (auf die Vermittlung von Kulturwissen gerichteten) zu einem einseitig formalen (auf die Stärkung des Individuums abzielenden) Bildungsverständnis, läuft die derzeitige Reformbewegung - zumindest teilweise - Gefahr, erneut naiv-reformpädagogischen, "kindorientierten" Positionen zu verfallen. Sodann wird im Beitrag dafür plädiert, in die Diskussion um eine vom Autor als notwendig erachtete Reform unserer schulischen Lehr-Lernkultur vermehrt Erkenntnisse der neueren (kognitionspsychologisch orientierten) Motivations-, Lern- und Unterrichtsforschung einzubeziehen. Hingewiesen wird auf die reichhaltige Landschaft didaktischer Entwicklungsforschung, die beispielsweise untersucht, in welchen didaktischen Milieus und Mikrokulturen bzw. im Rahmen welcher interaktiver Lehr-Lernumgebungen sich eigenständige, selbstverantwortliche und wissenskompetente Lernerinnen und Lerner entwickeln. Vier Aussagen zur fundamentalen Rolle von Lehrerinnen und Lehrern in solchen, auf fachliches Verstehen und Lernfähigkeit hin orientierten Lehr-Lernkulturen schliessen den Beitrag ab.
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung Jahr: 1994
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 04.05.2017
Empfohlene Zitierung: Reusser, Kurt: Die Rolle von Lehrerinnen und Lehrern neu denken. Kognitionspädagogische Anmerkungen zur "neuen Lernkultur" - In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 12 (1994) 1, S. 19-37 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-132749