Suche

Erweiterte Literatursuche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Detailanzeige

Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelVerwalten statt gestalten - die den modularisierten Bildungsgängen drohende Gefahr
Autor
OriginalveröffentlichungBeiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 20 (2002) 2, S. 203-215
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Lehrerbildung; Modularisierung; Hochschule
TeildisziplinSchulpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0259-353X
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Die Bildungsverwaltung nimmt zunehmend Einfluss auf die Studiengänge angehender Lehrerinnen und Lehrer. Die Institutionen der Lehrerlinnenbildung sehen sich einem Druck zur Standardisierung der Studienpläne ausgesetzt, und das zufolge einer verwaltungsgeleiteten, normierenden Modularisierung der Curricula. Dadurch laufen die Dozentinnen und Dozenten Gefahr, als Lehrkörper ihre Zuständigkeit für die Planung des Studiums, für die Entwicklung des Konzepts und seine Umsetzung, einzubüssen. Zum Zeitpunkt, da die Institutionen sich transformieren und generell der Hochschulstufe zuordnen, werden sie auf die Lernorganisation, wie sie an Mittelschulen üblich ist, zurückgebunden. Die an den HES und HEP Lehrenden und Forschenden setzen sich dadurch der Gefahr der Deprofessionalisierung aus. \nDer vorliegende Text will auf das Problem aufmerksam machen und dazu beitragen, dass sich das Schlimmste vermeiden lässt, ausgehend von der Einsicht, dass sich Kompetenzen, wie sie der komplexe Bildungsauftrag voraussetzt, nicht in vereinzelten Modulen aufbauen lassen. Der Beitrag ruft die Ausbildner/innen der Lehrpersonen dazu auf, selbstverantwortlich über die Struktur und den Verlauf des Studiums nachzudenken und an dessen Weiterentwicklung zu arbeiten. Die Ausbildung der Genfer Primarlehrkräfte belegt, dass die Modularisation wesentlich zu einer erwachsenengerechten und hochschulgemässen Gestaltung der Studiengänge beiträgt, indem sie die Voraussetzung zur klaren Strukturierung der Ausbildung in ihrem Wechselgefüge von erziehungswissenschaftlicher Theorie und Praxis schafft. Freilich verfolgt sie völlig andere Ziele als die des Bildungsmanagements. Insbesondere gilt es den Zusammenhang zwischen den einzelnen Modulen und dem gesamten Studienkonzept wahrzunehmen und den Teil im Ganzen zu situieren. Schliesslich fragt der vorliegende Text nach der Qualifikation der Ausbildnerlinnen und ihrer Professionalisierung, und er äussert sich zur Autonomie der Ausbildungsinstitutionen als Hochschulen mit eigenem Status.
weitere Beiträge dieser ZeitschriftBeiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung Jahr: 2002
Statistik Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am04.05.2017
Empfohlene ZitierungPerrenoud, Philippe: Verwalten statt gestalten - die den modularisierten Bildungsgängen drohende Gefahr - In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 20 (2002) 2, S. 203-215 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-134940
Dateien exportieren