Startseite pedocs Suchen Navigationsstandort pedocs - Detailanzeige

pedocs - Detailanzeige

Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Erziehung der Gehirne? Willensfreiheit, Hirnforschung und Pädagogik
Paralleltitel: Educating Brains? Free-will, brain research and pedagogy
Autor:
Originalveröffentlichung: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 9 (2006) 1, S. 97-109
Dokument:
(formal überarbeitete Version)
Schlagwörter (Deutsch): Willensfreiheit; Person; Erziehung; Hirnforschung; Wille; Pädagogik; Pädagogischer Prozess; Determinismus; Entscheidung; Neurobiologie; Freiheit
Pädagogische Teildisziplin: Pädagogische Psychologie
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1434-663x; 1862-5215
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Bemerkung: In eckigen Klammern sind die Seitenzahlen der Original-Publikation angegeben. Geringe Abweichungen vom publizierten Text sind nicht ausgeschlossen (Fussnoten im Original auf S. 108 als Endnoten).
Abstract (Deutsch): Bislang wurde innerhalb der Erziehungswissenschaft kaum beachtet, dass die aktuelle Hirnforschung zentrale Elemente der pädagogischen Tradition in Frage stellt: Die Vorstellung, dass sich Kinder im Zuge ihres Bildungsprozesses zu willensfreien und vernünftigen Personen entwickeln, ist nach Ansicht führender Neurobiologen eine Illusion. Dieser Beitrag begegnet der Herausforderung durch die Hirnforschung mit Hilfe von Argumentationsweisen aus der philosophischen Debatte um die Freiheit des Willens. Es wird eine kompatibilistische Position entwickelt, deren Pointe folgendermaßen formuliert werden kann: Die der Pädagogik angemessene Perspektive auf den Mensch ist die personale Perspektive, diejenige Perspektive also, in der wir das Gegenüber als Person betrachten. Nehmen wir die naturalistische Perspektive der Hirnforschung ein, so wir die Adressaten von Erziehung und Unterricht als Gehirne, die allenfalls kausal beeinflusst, aber nicht erzogen werden können. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Until now Education Science has paid little attention to the fact that contemporary brain research calls central elements of the pedagogical tradition into question. The idea that children develop to become free-willed and reasonable people through educational processes is seen by leading neurobiologists as an illusion. This paper will meet brain research's challenge head on using arguments from the philosophical debate on the freedom of the will. The position developed here is Compatibilistic: A perspective must be taken for pedagogy that is personal, i.e. the object confronting it must be seen as a person. If we take the Naturalistic stance of brain research, the addressees of education and lessons must be defined as brains, which can only be influenced causally, but cannot be educated. (DIPF/Orig.)
Statistik: Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 24.07.2008
Empfohlene Zitierung: Giesinger, Johannes: Erziehung der Gehirne? Willensfreiheit, Hirnforschung und Pädagogik - In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 9 (2006) 1, S. 97-109 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-15025