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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelFür die Welt Diversität feiern - im heimischen Garten Ungleichheit kultivieren? Von gegenläufigen Entwicklungen in der Politik, Theorie und Praxis der interkulturellen Bildung in Europa
Autor
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 54 (2008) 1, S. 18-33
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Bildungspolitik; Interkulturelle Bildung; Mehrsprachigkeit; Migration; Pluralität; Internationale Organisation; Europäische Kommission; Deutschland; Italien; OECD <Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung>
TeildisziplinVergleichende Erziehungswissenschaft
Bildungsorganisation, Bildungsplanung und Bildungsrecht
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):In diesem Beitrag wendet sich [die Autorin] in einem ersten Schritt der Entwicklung der interkulturellen Erziehung bzw. Bildung und Pädagogik als erziehungswissenschaftlichem Ansatz zu, wobei aus systematischen Gründen europäische Diskurse im Mittelpunkt stehen. In einem zweiten Schritt werden Stellungnahmen europäischer Institutionen zur Interkulturalität und Diversität den bildungspolitischen Rhetoriken zweier Bildungssysteme (Deutschland und Italien) gegenübergestellt. In einem dritten Schritt zeigt [die Autorin], wie die OECD-Analysen der Ergebnisse von PISA, welche die bekannte Diskrepanz zwischen den Leistungen der Migranten und denjenigen der Nichtmigranten bestätigen, zu einem neo-assimilationistischen Kurs beitragen, der sich in neueren nationalen und regionalen bildungspolitischen Programmatiken widerspiegelt und dem europäischen Lob der Diversität widerspricht. Für die weitere Theoriebildung auf dem Gebiet der Interkulturalität und Diversität stellt sich die Grundsatzfrage, wie das für die interkulturelle Bildung zentrale Paradigma der Gleichheit und Anerkennung von Kulturen im Verhältnis zu den mindestens ebenso wichtigen Kategorien sozioökonomischer Status und Geschlecht zu gewichten ist. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):In this paper, the development of theories of intercultural education in Europe is examined in a first step. The second step is an analysis of recommendations and reports by institutions of the European Union on the topics of intercultural education and diversity. These documents are compared with programmatic discourses of two countries (Germany and Italy) on the same issues. In a third step, [the author] argues that the OECD's interpretations of the PISA results, which confirm the well known gap between the school achievement of migrants and that of non-migrants, contribute to a neo-assimilationist course that appears in most recent positions in educational policies in European countries, contradicting the European diversity-friendly course. For further theory development in the field of intercultural education or education for diversity, a crucial question must be discussed: how must the central paradigm of equality and recognition of cultures be redefined in relation to the equally or more crucial factors of socio-economic status and gender? (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 2008
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Eintrag erfolgte am16.11.2011
Empfohlene ZitierungAllemann-Ghionda, Cristina: Für die Welt Diversität feiern - im heimischen Garten Ungleichheit kultivieren? Von gegenläufigen Entwicklungen in der Politik, Theorie und Praxis der interkulturellen Bildung in Europa - In: Zeitschrift für Pädagogik 54 (2008) 1, S. 18-33 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-43334
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