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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Titel: Media, minority youth and the public sphere
Autor:
Originalveröffentlichung: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 1 (1998) 1, S. 73-87
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Kommunikation; Fernsehsendung; Medien; Schule; Demokratie; Ethnische Identität; Nationalität; Öffentlichkeit; Politische Bildung; Inder; Migrant; Habermas, Jürgen; Großbritannien; London
Pädagogische Teildisziplin: Medienpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1434-663x
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Englisch): This article examines the ways in which young people use the resources which news media provide as a means of gaming access to the world of adult and political discourse, and to the public sphere. The concept of the public sphere is used here both as a critical tool of cultural analysis, and as a measure of democratic communications. Given the lamentable lack of any formal political education in the national curriculum of British schools, the question of how young people make the transition from dependent children in the family to active citizens in the political arena, and in the public sphere, is posed rather sharply. For minority youth, in particular, questions of nationality, ethnicity and active citizenship assume even greater importance especially when limited access to the resources required for active participation in the political process and public sphere effectively denies them full citizenship. However, although British schools are doing little, in a formal sense, to help to induct students into the public sphere, it will be argued that some minority ethnic youth, especially those with the necessary cultural and educational capital, are doing it for themselves through their appropriation of the resources that news media provide them. This is not to say that schools should neglect political education. This article assesses the relevance of Habermas' notion of the public sphere for the kinds of everyday communicative activities that young British Asians engage in as part of their informal talk about news media. In doing so it is hoped that as educators we might be in a better position to assist young people in their self-empowerment by gaining insight into the informal, collaborative, pedagogic strategies devised by youth themselves, outside the confines of the classroom and beyond the constraints of teacher-led curricular, in order to understand and act in/upon the world. The article will address the following questions: to what extent can the everyday debates that young people conduct about news events, political affairs, and public issues be considered to constitute an initiation into the public sphere, or even an embryonic mini-public sphere nesting on the margins? What is the potential significance of the notion of a transnational public sphere for minority ethnic youth whose sense of national belonging and identity in their country of settlement may be threatened by racism and discrimination, and whose strengest identifications may transcend national cultural boundaries? What role can and should educators play in assisting their pupils to participate in a plural public sphere of democratic communication in a multicultural and increasingly transnational society? (DIPF/Orig.)
Abstract (Deutsch): Dieser Artikel beschreibt ethnographisch, wie jugendliche Angehörige von Migranten aus dem Pandschab (Indien) in London Fernsehnachrichtensendungen nutzen, um einen Zugang zu der Welt der Erwachsenen zu erreichen und zu deren politischem Diskurs. Das Habermassche Konzept der Öffentlichkeit wird in diesem Beitrag als kritisches Instrument sowohl der Kulturanalyse als auch der demokratischen Kommunikation verwendet. Weil das Curriculum der Britischen Schulen keinerlei formale politische Bildung vorsieht, wird besonders der Frage nachgegangen, wie junge Menschen den Übergang aus der Abhängigkeit innerhalb der Familie zu aktiven Bürgern in der politischen Arena und in der Öffentlichkeit bewältigen. Für eine jugendliche Minderheit haben besonders die Fragen der Nationalität, der Ethnie und des aktiven Bürgertums eine größere Bedeutung, insbesondere dann, wenn ihnen der Zugang zu diesen Mitteln, zur Teilnahme am politischen Prozeß und der Öffentlichkeit erschwert und damit auch die volle Einbürgerung verweigert wird. Wenngleich britische Schulen formal wenig tun, um Schüler in die öffentlichen Belange einzuführen, kann gezeigt werden, daß besonders Schüler, die schon mit einer entsprechenden kulturellen Bildung ausgestattet sind, die Angebote nutzen, die ihnen die Nachrichtenmedien zugänglich machen; was nicht heißen sollte, daß Schulen die politische Bildung vernachlässigen können. Dieser Beitrag beurteilt die Relevanz von Habermas' Konzept der Öffentlichkeit für die Arten alltäglicher Kommunikation, die junge Asiaten benutzen, wenn sie sich allgemein und informell über die Nachrichten unterhalten. Dabei wird davon ausgegangen, daß es für Erziehende ratsam ist, die jungen Menschen in ihrer Eigentätigkeit zu unterstützen, Einblicke in die informellen, kollaborativen und pädagogischen Strategien zu erlangen, die die Jugend anwendet, um zu einem Verständnis zu gelangen, wie sie in der bzw. für die Welt tätig sein könnte. Der Artikel will folgenden Fragen anregen: In welchem Ausmaß können die Diskussionen, die von jungen Leuten geführt werden, über Auswirkungen von Nachrichten, Politik und öffentlicher Belange als Anregungen für die Öffentlichkeit angesehen werden, oder sogar schon als Keimzelle einer Mini-Öffentlichkeit, die sich am Rand etabliert hat? Was kann die Vorstellung von einer transnationalen Öffentlichkeit potentiell bedeuten für eine sich in der Minderheit befindliche ethnische Jugend, deren Sinn für nationale Zugehörigkeit und Identität in ihrer Wahlheimat bedroht wird durch Rassismus und Diskriminierung, und deren Identifizierungsmöglichkeiten die nationalen kulturellen Grenzen zu überschreiten in der Lage wäre? Welche Aufgabe obliegt Erziehenden, Jugendlichen dabei zu helfen, in einer multikulturellen und zunehmend transnationalen Gesellschaft an einer vielfältigen demokratischer Kommunikation teilzunehmen? (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft Jahr: 1998
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 05.10.2011
Empfohlene Zitierung: Gillespie, Marie B.: Media, minority youth and the public sphere - In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 1 (1998) 1, S. 73-87 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-45000