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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Titel: Wie Gehirne laufen lernen oder: "Früh übt sich, wer ein Meister werden will!". Überlegungen zu einer interdisziplinären Forschungsrichtung "Neuropädagogik"
Autoren: ;
Originalveröffentlichung: Zeitschrift für Pädagogik 50 (2004) 4, S. 507-520
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Entwicklungspsychologie; Gefühl; Kognitive Entwicklung; Förderung; Kind; Kleinkind; Spiel; Lernen; Lernerfahrung; Gehirn; Hirnforschung; Neurophysiologie
Pädagogische Teildisziplin: Pädagogische Psychologie; Pädagogik der frühen Kindheit
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0044-3247
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Lernen in frühester Jugend unterscheidet sich vom Lernen bei Erwachsenen darin, dass Erfahrungen und Lernprozesse im kindlichen Gehirn viel massivere und auch dauerhaftere Spuren hinterlassen als im erwachsenen Gehirn, wo es nur noch zu vergleichsweise geringfügigen Veränderungen im Verlauf von Lernprozessen kommt. Tierexperimentelle Forschungsergebnisse aus der Hirnforschung weisen darauf hin, dass frühe Sinneseindrücke, Erfahrungen und Lernprozesse hirnbiologisch betrachtet dazu "benutzt" werden, die Ausreifung der noch unreifen funktionellen Schaltkreise, insbesondere des limbischen "Belohnungs-" Systems im Gehirn zu optimieren. Salopp ausgedrückt könnte man dies in der Computersprache mit der "Formatierung der Festplatte" vergleichen. Somit werden in der "Hardware" - dem Gehirn - schon relativ früh im Leben prinzipielle Konzepte für späteres Lernen, und auch für die mit jedem Lernprozess untrennbar verknüpfte emotionale Erlebniswelt angelegt. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Learning during the earliest phases of adolescence differs from learning in adulthood in that experiences and learning processes leave by far deeper and long-lasting traces in the brain of a child as compared to the brain of an adult, in which only slight changes occur in the course of learning processes. Results gained in animal experiments carried out in neurological research suggest that, from the neuro-biological perspective, early sensory impressions, experiences, and learning processes are "used" to optimize the maturing of the as yet immature functional circuits, especially the limbic "reward" system in the brain. To put it crudely, this could be compared to what in computer language is called "the formatting of the hard disk". Thus, relatively early in life, the "hardware" - the brain - is equipped with basic concepts for subsequent learning, but also with the emotional world of experience inextricably linked with each learning process. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Zeitschrift für Pädagogik Jahr: 2004
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 11.10.2011
Empfohlene Zitierung: Braun, Anna K.; Meier, Michaela: Wie Gehirne laufen lernen oder: "Früh übt sich, wer ein Meister werden will!". Überlegungen zu einer interdisziplinären Forschungsrichtung "Neuropädagogik" - In: Zeitschrift für Pädagogik 50 (2004) 4, S. 507-520 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-48248