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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelAlterität: Überlegungen zu Grenzen des pädagogischen Selbstverständnisses
Autor
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 50 (2004) 5, S. 706-726
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Erziehungsphilosophie; Erziehungstheorie; Pädagogik; Kultur; Erziehungsziel; Gesellschaft; Individualität; Selbstbestimmung; Wahrnehmung; Soziale Integration; Kind; Freiheit; Fremdheit; Selbstverständnis; Kierkegaard, Søren; Rousseau, Jean-Jacques
TeildisziplinAllgemeine Erziehungswissenschaft
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Wenn man mit Rousseau das Paradox des 'zivilisierten Wilden', der unaufhebbaren Andersheit des Menschen gegenüber der ihn definierenden sozialen Ordnung, zum Ausgangspunkt des neuzeitlichen pädagogischen Denkens nimmt, dann ergibt sich die Frage nach dem realen Ort der Pädagogik. Es scheint dann kaum möglich zu sein, die pädagogische Wirklichkeit jenseits paradoxaler Verstrickungen zu denken - auch wenn das immer wieder versucht wurde. Anhand der Theorie Kierkegaards wird zu zeigen versucht, dass sich - jenseits der Verortung des Menschen in sozialen Kontexten - durchaus sinnvoll dessen unfassbare Singularität wie auch die durch die gesetzliche Ordnung nicht selbst gedeckte Grundlage dieser Ordnung denken lassen - also eine die 'Zivilisation' überschreitende 'Wildheit', die durch diese Zivilisation nicht immer schon ihren Ort erfahren hat. Im Anschluss an diese Perspektive wird versucht, diesen atopischen Ort der Singularität, der auch jenseits (positiv gemeinter oder ausgrenzender) fremdkultureller Einordnungsversuche liegt, zu umreißen: Im unauflöslichen Spannungsverhältnis zwischen der unvermeidlichen Selbstbefangenheit jeder Sichtweise und der Unzugänglichkeit des Anderen kündigt sich eine Pädagogik jenseits (wie auch immer positiv gemeinter) Verfügungsansprüche an. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):If one chooses Rousseau’s „civilized savage“, i.e. man’s incessant otherness in reference to the social order which defines him, as the starting point of modern pedagogical thought, then the question of its reality arises. It, then, seems nearly impossible to conceive of a pedagogical reality without referring to paradoxes – even if this has been attempted again and again. Utilizing Kierkegaard’s theory, I show in this paper that – beyond human being’s situatedness in social contexts – one can speak both of his inconceivable singularity as well as the basis of lawful order (a basis that cannot be provided by that very law) in a meaningful way. One can, therefore, think of a ‘savageness’ that transgresses ‘civilization’, i.e. a savageness which is not yet determined by civilization. In the following, I outline this location-less location of singularity, a location also situated beyond the attempts to classify alien cultures – be those attempts motivated by integration or exclusion. The indissoluble tension between the inevitable confinement of my point of view and the inaccessibility of the Other foreshadows a pedagogy which dismisses (however well-meant) pretensions of regulation and order. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 2004
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Eintrag erfolgte am14.12.2011
Empfohlene ZitierungSchäfer, Alfred: Alterität: Überlegungen zu Grenzen des pädagogischen Selbstverständnisses - In: Zeitschrift für Pädagogik 50 (2004) 5, S. 706-726 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-48363
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