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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Die Stichprobenfalle: Lässt sich eine Sensibilität für metakognitive Probleme beim stochastischen Denken vermitteln?
Paralleltitel: The Sampling-Trap: Can Awareness for Metacognitive Problems in Stochastic Thinking be Taught?
Autoren: ;
Originalveröffentlichung: Unterrichtswissenschaft 32 (2004) 1, S. 23-37
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Metakognition; Stichprobe; Fehler; Inferenz; Statistik; Biografie; Einflussfaktor
Pädagogische Teildisziplin: Allgemeine Erziehungswissenschaft
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0340-4099
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Immer wieder zeigt sich im Bereich von diagnostischen Problemen, dass Menschen dazu neigen, die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen mit einer niedrigen Basisrate zu überschätzen. Um diesen Fehleinschätzungen vorzubeugen, wird häufig vorgeschlagen, Wahrscheinlichkeitsprobleme in einem Häufigkeitsformat zu präsentieren, da dieses der Natur der menschlichen Informationsverarbeitung eher entsprechen würde. Als eine unter Umständen viel weitergehende Ursache von systematischen Fehleinschätzungen von Wahrscheinlichkeiten hat sich jedoch die mangelnde Sensibilität von Menschen für mögliche Verzerrungen in Beobachtungsstichproben erwiesen, die den erfahrenen Häufigkeiten im Alltag zu Grunde liegen. In einem Experiment mit 40 Trainern aus verschiedenen Mannschaftssportarten wird demonstriert, wie diese mangelnde Sensibilität zur starken Überschätzung der Spielstärke eines Fußballspielers führen kann. Zusätzlich wird gezeigt, dass eine Sensibilisierung der Versuchsteilnehmer für die Stichprobenproblematik zu einer Urteilskorrektur beiträgt. Möglichkeiten für die Schulung einer „Stichprobensensibilität" werden diskutiert. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): In the area of diagnostic problem solving, it has repeatedly been demonstrated that people overestimate the conditional probability oflow base rate events. In order to prevent these biases it has been proposed that such problems should be presented in a natural frequency format instead of a probability format. This would match the nature of human information processing. Recent studies, however, have found that an even more basic cause for the biased estimation of probabilities may lie in thefact that people are unaware ofthe biases that can be already inherent in the samples of everyday observations on which they base their inferences. In an experiment with 40 coaches of various team sports, we could show that this lack of awareness can lead to an overestimation of a football player's Performance. Additionally, we found that making people aware of the sampling process can instigate a correction process. Several ideas about how to teach awareness of sampling constraints are discussed. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Unterrichtswissenschaft Jahr: 2004
Statistik: Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 11.04.2013
Empfohlene Zitierung: Fiedler, Klaus; Plessner, Henning: Die Stichprobenfalle: Lässt sich eine Sensibilität für metakognitive Probleme beim stochastischen Denken vermitteln? - In: Unterrichtswissenschaft 32 (2004) 1, S. 23-37 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-58061