Startseite pedocs Suchen Navigationsstandort pedocs - Detailanzeige

pedocs - Detailanzeige

Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Titel: Von der alten Illusion der Chancengleichheit zur neuen Apologie der Ungleichheit
Autor:
Originalveröffentlichung: Pädagogische Korrespondenz (1992) 11, S. 5-20
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Chancengleichheit; Bildungspolitik; Bildungsreform; Gymnasium; Gesamtschule; Partei; Kritik; Deutschland
Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0933-6389
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Der Beitrag hebt drei Faktoren hervor, die die Frontenvertiefung in der Bildungsdebatte um das gegliederte Schulwesen in Deutschland beeinflussen: 1. Die zum Teil spektakulären demographischen Veränderungen (aufgrund der Verschiebungen in der Bildungsnachfrage und des Rückgangs der absoluten Schülerzahlen); 2. Das Veralten der bisherigen bildungspolitischen Slogans, mit dem die Lager ihre Claims absteckten, und zwar mit der Wirkung, dass sie bedroht sind, ihre Gefolgschaft zu verlieren, oder sie bereits verloren haben sowie 3. die neue Qualität der Finanzkrise des Staates und ihr Durchschlagen auf die Bildungshaushalte. […] Der Autor geht zunächst auf die aktuellen Wahrnehmungsmuster der Neokonservativen ein, die nach seiner Beobachtung wieder offensiv in die Debatte eingreifen. Dafür wählt er ein typisches Dokument aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, nämlich einen bildungspolitischen Leitartikel von Konrad Adam, aus. Zum zweiten soll die schulpädagogische Pointe analysiert werden, auf deren Basis manche ehemalige Reformer ihre alte Programmatik mit ihrer neuen vermitteln. Das Beispiel ist hierfür die neueste Forschung zu den gesundheitsgefährdenden Implikationen der Schule. Abschließend wird die Verunsicherung kommentiert, die ostdeutsche Lehrer für den bundesrepublikanischen Diskurs in der nächsten Zeit bereithalten dürften. Das Beispiel hierfür wird der Hilferuf des Bundesvorsitzenden der GEW an die deutsche Erziehungswissenschaft sein, angesichts der Schwierigkeiten der Gewerkschaft mit der großen Zahl programmatisch dissidierender neuer Ostkollegen bei der anstehenden Aufklärungsarbeit mitzuhelfen. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Pädagogische Korrespondenz Jahr: 1992
Statistik: Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 06.02.2013
Empfohlene Zitierung: Gruschka, Andreas: Von der alten Illusion der Chancengleichheit zur neuen Apologie der Ungleichheit - In: Pädagogische Korrespondenz (1992) 11, S. 5-20 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-59095