Suche

Erweiterte Literatursuche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Detailanzeige

Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelLinkshändigkeit und Lernstörungen?
Autor
OriginalveröffentlichungPraxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 31 (1982) 7, S. 277-283
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Empirische Untersuchung; Akustische Wahrnehmung; Motorik; Sprachtest; Test; Grundschule; Schüler; Leistungsschwäche; Lernschwierigkeit; Sprachentwicklung; Visuelle Wahrnehmung; Linkshändigkeit; Beidhändigkeit
TeildisziplinSchulpädagogik
Pädagogische Psychologie
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0032-7034
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Mit einer verbesserten Selektionsmethode zur Erfassung der Linkshändigkeit wurden aus einer Population von 968 Jungen und Mädchen aus 2. Grundschulklassen 175 Schüler mit Links- oder Beidhändigkeit ausgelesen. Nach einer Faktorenanalyse der dabei erhobenen 53 Variablen wurde u.a. ein Faktor „Linkshändigkeit" ermittelt, der den größten Anteil an der Gesamtvarianz aufklärte. Nach den Faktorenwerten in diesem Faktor wurde eine Gruppe mit starker Linkshändigkeit (n = 35) und eine zweite Gruppe mit leichter Links- oder Beidhändigkeit gebildet. Beide Gruppen wurden mit Untertests des HAWIK, des PET, mit dem BAT, BLDT, DRT2, dem Zürcher Lesetest und der dichotischen Hörprobe untersucht. Folgende Ergebnisse wurden erhoben: 1. Bei Linkshändern und Beidhändern findet sich im Vergleich zu einer Zufallsstichprobe in den Fächern Deutsch und Mathematik signifikant häufiger die Note 4 und 5. 2. Zwischen Kindern mit ausgeprägter Linkshändigkeit und Kindern mit leichter Linkshändigkeit oder Beidhändigkeit bestehen keine signifikanten Leistungsdifferenzen. 3. Zwischen Jungen und Mädchen ließen sich nur signifikante Unterschiede in den mathematischen Leistungen zugunsten der Jungen nachweisen. 4. Schwache Leser unter den Links- bzw. Beidhändern zeigen im Vergleich zu altersgemäß lesenden Kindern deutliche Schwächen in der automativ-integrativen sprachlichen Leistung, in der Gedächtnisspanne und in der akustischen Differenzierungsleistung. 5. Ein großer Teil der Linkshänder und der Beidhänder zeigt in der dichotischen Hörprüfung weder eine Rechtsohr- noch Linksohrpräferenz. Die Ergebnisse werden unter dem Gesichtspunkt einer besseren, vorbeugende Maßnahmen gewährleistenden Diagnostik und im Hinblick auf eine positivere, geduldige und ermutigende Erziehungshaltung gegenüber Linkshändern und Beidhändern diskutiert. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftPraxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie Jahr: 1982
Statistik Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am22.01.2010
Empfohlene ZitierungGutezeit, G.: Linkshändigkeit und Lernstörungen? - In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 31 (1982) 7, S. 277-283 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-8599
Dateien exportieren