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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Originaltitel: Zur aktuellen Diskussion und Relevanz des erweiterten Lesebegriffs
Paralleltitel: Enhanced reading: current discussion and prevalences among students with intellectual disabilities
Autor:
Originalveröffentlichung: Empirische Sonderpädagogik 5 (2013) 4, S. 343-360
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Kognition; Psychische Störung; Förderunterricht; Dyslexie; Leseschwierigkeit; Schriftspracherwerb; Geistige Behinderung; Geistige Entwicklung
Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; Behindertenpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1869-4845
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Über ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (FGE) lesen weder alphabetisch noch orthographisch. Um den Fähigkeiten dieser relativ großen Schülergruppe gerecht zu werden, und dennoch von „Lesen“ sprechen zu können, wird seit den 70er-Jahren der „erweiterte Lesebegriff“ diskutiert. Dieser „erweiterte Lesebegriff“ ist im Profil der Didaktik des FGE fest etabliert, ist aber zuletzt diskutiert worden, vor allem wegen seiner mangelnden Anbindung an geläufige theoretische Modelle des Schriftspracherwerbs, weshalb Koch (2008) ein „revidiertes Modell des erweiterten Lesens“ vorgelegt hat. Die vorliegende Studie diskutiert den „erweiterten Lesebegriff“ kritisch. Anhand des „revidierten Modells des erweiterten Lesen“ wird die Prävalenz der Stufen bei 1629 Schülerinnen und Schülern mit dem FGE (6-21 Jahre) in Bayern erhoben. Lehrkräften im FGE wurden Fragen zum erweiterten Lesen und zur Leseentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schülerschaft mit dem FGE eine große Bandbreite an Fähigkeiten nach dem „revidierten Modell des erweiterten Lesens“ zeigen: 13.2% der Schülerinnen und Schüler lesen (noch) gar nicht, 14.3% beherrschen das Bilderlesen und Lesen von ikonischen Zeichen, 12.0% lesen Symbole bzw. lesen logographisch, 27.8% können alphabetisch lesen und 32.8% lesen orthographisch. Schulstufe und Intelligenzbeeinträchtigung sind dabei bedeutsame Einflussgrößen. Das „revidierte Modell des erweiterten Lesens“ erweist sich hinsichtlich der Verteilung der Stufen als praxistauglich. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Over a third of the students with intellectual disabilities (ID) read neither on an alphabetical nor an orthographic level. To match the skills of this large group of students, a concept of ‘enhanced reading’ is common in Germany since the 1970s. ‘Enhanced reading’ has lately been criticized for not being attached to theories of reading development; therefore Koch (2008) has suggested a ‘revised model of enhanced reading’. The present study assessed the (enhanced) reading stages of 1629 school-aged students with ID (age 6-21) in Bavaria within a randomly chosen and representative sample. Teachers described the reading stages according to ‘enhanced reading’ in a questionnaire. Results indicate that 13.2% do not read at all, 14.3% read pictures and icons, 12.0% read symbols or logographically, 27.8% read at an alphabetic level and 32.8% at an orthographic level. The ‘revised model of enhanced reading’ proves to lead to reasonable stage sizes throughout students with ID. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Empirische Sonderpädagogik Jahr: 2013
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 01.08.2014
Empfohlene Zitierung: Ratz, Christoph: Zur aktuellen Diskussion und Relevanz des erweiterten Lesebegriffs - In: Empirische Sonderpädagogik 5 (2013) 4, S. 343-360 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-92293