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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
OriginaltitelSensitivität und Spezifität computergestützter Verfahren zur Diagnostik von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter. Die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) und Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder (KITAP)
ParalleltitelDiagnostic accuracy of computer based tests for Attention-Deficit Hyperactivity Disorder. A receiver-operating characteristic analysis
Autoren ;
OriginalveröffentlichungEmpirische Sonderpädagogik 3 (2011) 1, S. 3-19
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung; Aufmerksamkeit; Computerunterstütztes Verfahren; Kindesalter; Jugendalter; Test
TeildisziplinEmpirische Bildungsforschung
Behindertenpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1869-4845; 1869-4934
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Theoretischer Hintergrund: Die besonders häufig gestellte Diagnose ADHS wird gemäß den Empfehlungen der DGKJPP anhand der Exploration von Eltern und Kind, der störungsspezifischen Entwicklungsgeschichte, Informationen aus der Schule und einer orientierenden Überprüfung der Intelligenz und schulischen Leistungsfähigkeit gestellt. Des Weiteren werden als Möglichkeit zur Verbesserung der Diagnosestellung Aufmerksamkeitstests genannt. Im deutschsprachigen Raum werden derzeit unter anderem die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) und die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder (KITAP) eingesetzt. Wir untersuchten die Sensitivität und Spezifität beider Verfahren. Methode: In vorliegender Studie wurden 24 Kinder mit der Diagnose ADHS und 24 Kontrollkinder mit der TAP und der KITAP untersucht. Mittels ROC-Analysen und logistischer Regressionen wurden die Vorhersagegüte, Sensitivität und Spezifität der Parameter berechnet. Ergebnisse: Die Kontrollgruppe erbrachte mehrheitlich signifikant bessere Leistungen in den Parametern der Untertests als die klinische Stichprobe. Die TAP wies bei der Diagnose von ADHS eine mäßig höhere Sensitivität bzw. Spezifität auf als die KITAP. In den logistischen Regressionen ließ sich im Modell mit den TAP-Parametern eine höhere Varianz (32.5%) aufklären als mit den KITAP-Parametern (21.6%), wobei sich in der schrittweisen Regression die Varianzaufklärung der KITAP-Parameter durch die Hinzunahme der TAP-Parameter signifikant verbessern ließ. Insgesamt ließen sich durch die TAP 75% der Kinder korrekt klassifizieren (72.9% durch die KITAP). Fazit: Die in dieser Studie untersuchten computergestützten Verfahren zur Aufmerksamkeitsmessung können einen Beitrag im diagnostischen Prozess bei fraglicher ADHS liefern, sollten jedoch aufgrund der nicht zufriedenstellenden diagnostischen Zuordnung und fehlender Cut-off-Werte für die klinische Praxis allenfalls als Ergänzung zu Interviews und Fragebögen eingesetzt werden. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):Objectives: Attention-Deficit Hyperactivity Disorder (ADHD) is one of the most common neurobehavioral diagnosis affecting children today. Guidelines of child psychiatry encourage clinicians to employ clinical interviews and questionnaires, learning and performance tests and behavior observation in making the diagnosis. Special attention tests can be conducted additionally. Computer-based attention tests constitute a promising method to do so as they appeal to children. In clinical practise in Germany two test batteries are commonly used: “Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung” (TAP) and “Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder” (KITAP). The latter having been adapted to the motivational needs of children. This study aims at examining the diagnostic accuracy of the TAP and KITAP. Methods: ROC-analysis of TAP- and KITAP parameters and logistic regressions were conducted in a sample of 24 children with and without ADHD. Results: Both TAP and KITAP proved to differentiate between children with and without ADHD. TAP parameters possessed a higher discriminating power for ADHD. In logistic regression analysis TAP parameters led to an amount of variance of 32.5% (KITAP: 21.6%) and correct classification rate of 75% (KITAP: 72.9%). Adding KITAP parameters did not improve the amount of variance significantly whereas adding TAP parameters to the KITAP data did result in a significant increase. Conclusion: These findings suggest that TAP and KITAP could serve as useful additional test instruments to help identify cases likely to meet criteria for ADHD in clinical settings. For individual diagnosis TAP and KITAP lack cut-off criteria and substantial classification rates. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftEmpirische Sonderpädagogik Jahr: 2011
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am27.08.2014
Empfohlene ZitierungDreisörner, Thomas; Georgiadis, Janine: Sensitivität und Spezifität computergestützter Verfahren zur Diagnostik von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter. Die Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung (TAP) und Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung für Kinder (KITAP) - In: Empirische Sonderpädagogik 3 (2011) 1, S. 3-19 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-93142
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