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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
OriginaltitelSubjektive Definitionen von Lehrkräften zu Inklusion. Eine explorative Studie
ParalleltitelTeachers’ subjective definitions of inclusion. An exploratory study
Autoren GND-ID; GND-ID;
OriginalveröffentlichungEmpirische Sonderpädagogik 10 (2018) 3, S. 232-247 ZDB
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Inklusion; Integrative Beschulung; Lehrer; Einstellung <Psy>; Definition; Begriffsbestimmung; Subjektivität; Subjektive Theorie; Operationalisierung; Explorative Studie; Umfrage; Nordrhein-Westfalen; Deutschland
TeildisziplinBehindertenpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1869-4845; 1869-4934
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Bislang existieren im wissenschaftlichen Diskurs sehr unterschiedliche Verständnisse und vielerlei Definitionen von Inklusion. Auch aus der Perspektive von Lehrkräften dürften uneinheitliche subjektive Verständnisse von Inklusion vorliegen. Subjektive Definitionsweisen von Lehrkräften zu Inklusion wurden in der Forschung bislang wenig berücksichtigt, obwohl Alltagstheorien in der Praxis als handlungsleitender gelten als wissenschaftliche Theorien. Die vorliegende, explorative Studie untersucht, aus welchen inhaltlichen Elementen sich die subjektiven Definitionen von Lehrkräften zum Begriff „Inklusion“ zusammensetzen. Die als Antworten auf ein entsprechendes offenes Item („Definieren Sie Inklusion in Ihren eigenen Worten.“) vorgenommenen Definitionen einer Teilstichprobe von 182 Lehrkräften konnten durch eine induktive, qualitative Inhaltsanalyse in drei Reduktionsschleifen auf 27 Kategorien (k = 0.85) reduziert werden, die sich wiederum in 9 Dimensionen (k = 0.89) zusammenfassen ließen. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte Inklusion nicht einheitlich definieren und sogar innerhalb der Definitionen widersprüchliche Elemente zu finden sind. Sie beziehen sich auf unterschiedliche Bedeutungsebenen wie gesellschaftliche, wertebezogene und schulbezogene Themen, beinhalten evaluative und affektive Aspekte sowie auch negative Bewertungen. Hauptsächlich werden die Aspekte der Partizipation und Zugehörigkeit sowie der Differenzierung und Individualisierung genannt. Die Lehrkräfte thematisieren jedoch auch widrige Voraussetzungen und Ressourcen sowie potentiell schädliche Folgen von Inklusion. Die Ergebnisse leisten einen Beitrag dazu, die subjektiven Definitionsweisen von Lehrkräften zu Inklusion qualitativ zu erfassen und zu kategorisieren. Methodische Implikationen der Berücksichtigung subjektiver Definitionen von Lehrkräften in der Inklusionsforschung werden diskutiert. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):A review of the academic scholarship provides many different understandings and various ways to define and operationalize inclusion. It stands to reason that practitioners like teachers also have inconsistent concepts of inclusion. Although there is some evidence, that the association between behavior and subjective understandings or beliefs of teachers is stronger than the relationship between academic theories and teachers’ behavior, there is a lack of research on teachers’ subjective definitions of inclusion. The study explores which content-related elements compose teachers’ subjective definitions of inclusion as a concept. A subsample of 182 teachers completed an online survey and answered the open-ended item “Define Inclusion in your own words.”. The data was analyzed using an inductive qualitative content analysis. Through three iterations of the analysis the answers were summarized in 27 categories (k = 0.85) which could be categorized by 15 dimensions (k = 0.89). Results show that teachers define inclusion in various ways. Individual subjective definitions even comprise contradictory elements. The categories are related to social, ethical, and school-related issues and also contain affective aspects and (negative) evaluations. The most frequently found categories are related to the topics of participation and membership, or differentiation and individualization. But teachers also describe aversive conditions, insufficient resources and potentially negative consequences of inclusion. The study provides a reliable coding scheme to categorize subjective definitions of teachers and thereby contributes to enhance the measurement of teachers’ subjective definitions of inclusion. Methodological implications regarding the systematic consideration of subjective definitions in empirical research on inclusion are discussed. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftEmpirische Sonderpädagogik Jahr: 2018
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am25.01.2019
Empfohlene ZitierungPrzibilla, Bodo; Linderkamp, Friedrich; Krämer, Philipp: Subjektive Definitionen von Lehrkräften zu Inklusion. Eine explorative Studie - In: Empirische Sonderpädagogik 10 (2018) 3, S. 232-247 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-165965
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