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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelSchlecht verkaufte Geisteswissenschaften?
Autor
OriginalveröffentlichungPädagogische Korrespondenz (1992) 10, S. 38-44
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Arbeitsmarktchance; Berufsproblem; Qualifikationsverwertung; Kulturberuf; Tätigkeitsfeld; Geisteswissenschaftler
TeildisziplinErwachsenenbildung / Weiterbildung
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0933-6389
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Forschungsmethode: anwendungsorientiert, politische Stellungnahme. In diesem Beitrag erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit einem 1989 in Passau neu eingeführten Studiengang zum "Diplom- Kulturwirt". "Der Passauer Studiengang legt, ohne dies explizit zum Thema zu machen, die grundlegende Malaise der Geisteswissenschaften, nicht unmittelbar praktisch relevant sein zu können, offen. Obwohl ab spätestens Ende der siebziger Jahre der traditionelle Arbeitsmarkt im öffentlichen Dienst (v. a. Schulen und Universitäten) zunächst einmal wieder gesättigt war, wurden in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen weiter ausschliesslich Philologen ausgebildet. Der neue Diplomstudiengang nun bricht radikal mit diesem übereingekommenen Selbstverständnis, indem er theoretische Erwägungen ganz außen vor lässt und von den philologischen Disziplinen kaum mehr als die materielle Seite (angewandte Fremdsprache) einbezieht. Da das in diesen Disziplinen Gelernte nicht unmittelbar ökonomisch verwendbar ist, Philologen aber immer häufiger gezwungen sind, sich Stellen in der Wirtschaft zu suchen, wird für eine Sondergruppe der Studenten das traditionelle Selbstverständnis mit seiner fachlichen und theoretischen Beschränkung dispendiert und durch eine nach allen Seiten hin offene Studienkonzeption ersetzt. Der Passauer Studiengang reagiert spiegelverkehrt auf diese Qualifikationserwartungen der Wirtschaft, indem er ein Maximum an heterogenem Wissen zu vermitteln versucht und dessen Erwerb in einem minutiös quantifizierenden Curriculum verordnet, das den Absolventen nicht die geringsten Möglichkeiten lässt, die von der Industrie geforderten allgemeinen Kompetenzen zu entwickeln. Gerade in dem Versuch, pragmatische Bedeutsamkeit zu erlangen, produzieren die Geisteswissenschaftler somit das Gegenteil von dem, was sie eigentlich erreichen wollten. (IAB2)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftPädagogische Korrespondenz Jahr: 1992
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am05.03.2013
Empfohlene ZitierungDammer, Karl-Heinz: Schlecht verkaufte Geisteswissenschaften? - In: Pädagogische Korrespondenz (1992) 10, S. 38-44 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-59035
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