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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Titel: Zum metaphorischen Gehalt von "Bildung" und "Erziehung"
Autor:
Originalveröffentlichung: Zeitschrift für Pädagogik 45 (1999) 2, S. 161-175
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Bildung; Bildungsbegriff; Erziehung; Pädagogik; Sittlichkeit; Bildungsgeschichte; Anthropologie; Sprache; Geschichte <Histor>; Menschenbild; Philosophie; Theologie; Deutschland
Pädagogische Teildisziplin: Allgemeine Erziehungswissenschaft
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0044-3247
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Dem Artikel geht es darum, an den Grenzen von Pädagogik, Philosophie und Theologie den metaphorischen Spuren der Worte "Bildung" und "Erziehung" zu folgen. Von besonderem Interesse ist dabei ihr ursprünglich theologischer Verweisungshorizont. "Erziehung" ist als Begriff aufgrund seiner Verwurzelung in jüdischen Kontexten mit Vorstellungen der "Zucht" verknüpft. Allerdings ändern diese ihre Bedeutung unter dem Einfluß des Erbsündendogmas, der anthropologischen Mängelwesentheorie und der Eugenik. "Bildung" verweist auf die spannungsreiche Beziehung von Gottebenbildlichkeit und Bilderverbot, die bis ins 19. Jahrhundert einflußreich war und erst aufgrund von Identitätskonzepten ihren asymmetrischen und provozierenden Charakter einbüßte. Gezeigt werden soll, daß "Erziehung" und "Bildung" bis heute von diesen metaphorischen Gehalten zehren. Zwar verzichten sie dabei auf überlieferte Antworten, ohne allerdings die mitgeführten Probleme lösen zu können. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): The author attempts to follow the metaphorical traces of the notions of "Bildung" and "Erziehung" on the borderline between pedagogy, philosophy, and theology. In this, the concepts' original theological horizon of references is of great interest. As the notion of "Erziehung" is deeply rooted in the Jewish tradition it is closely related to the idea of discipline. However, this idea has changed its meaning under the influence of the dogma of the original sin, of the anthropological theory of man's deficiency with regard to instinct, and of eugenics "Bildung" refers to a relationship full of tension between the idea of man's likeness to God and the prohibition to conjure up an image of God,- a relationship which remained highly influential well into the nineteenth Century and which only lost its unbalanced and provocative character due to concepts of identity. It is the author's aim to show that both "Erziehung" and "Bildung" still draw on these metaphorical contents, even today, and that, while they have parted with traditional answers, they still are unable to solve the problems that have prevailed. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Zeitschrift für Pädagogik Jahr: 1999
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 22.11.2012
Empfohlene Zitierung: Meyer-Drawe, Käte: Zum metaphorischen Gehalt von "Bildung" und "Erziehung" - In: Zeitschrift für Pädagogik 45 (1999) 2, S. 161-175 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-59442