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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Verhaltensgenetische Beiträge zur Identifikation von Kontexteffekten auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein State-of-the-Art-Bericht
Paralleltitel: Contributions of behaviour genetics to the identification of effects of ecological contexts on the development of children and adolescents. A state-of-the-art report
Autoren: ;
Originalveröffentlichung: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2 (2007) 1, S. 11-22
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Forschungsergebnis; Psychische Entwicklung; Verhalten; Familie; Adoption; Eltern; Kind; Genetik; Vererbung; Zwillingsforschung; Umwelt; Interdependenz; Jugendlicher
Pädagogische Teildisziplin: Pädagogische Psychologie; Bildungssoziologie
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 1862-5002
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Ein zentrales Problem der Erforschung von Kontexteffekten auf die menschliche Entwicklung besteht darin, dass Effekte der Umwelt methodisch nur schlecht von Effekten der Erbanlagen zu trennen sind. Verhaltensgenetische Studien bieten hierfür Lösungsansätze. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über verhaltensgenetische Konzepte, die das Verständnis von Kontextwirkungen auf die psychische Entwicklung erweitert haben (geteilte und nicht geteilte Umwelt, Genom-Umwelt-Korrelation und Genom-Umwelt-Interaktion). Anschließend werden verhaltensgenetische Untersuchungsdesigns vorgestellt und sechs wichtige Befunde der Verhaltensgenetik über Kontexteffekte zusammengefasst. So zeigen Studien, dass die von den Kindern nicht geteilte Umwelt im Mittel wichtiger für die Entwicklung ist als die geteilte Umwelt, dass Umweltmerkmale - wie Elternverhalten - genetisch beeinflusst sind, und dass Zusammenhänge zwischen Umwelt- und Verhaltensmerkmalen häufig von genetischen Dispositionen beeinflusst werden. Abschließend werden Schlussfolgerungen für die künftige Forschung zu Kontexteffekten auf die Entwicklung abgeleitet. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Research on the role of ecological contexts in human development is challenged by the fact that environmental effects cannot easily be separated from genetic effects. However, behaviour genetics provides some solutions to that problem. The present article starts with an overview about theoretical concepts from behaviour genetics that have enlarged the understanding of context effects on psychological development (shared and nonshared environment, genome-environment-correlations, and genome-environment-interactions). Then, we discuss behaviour genetic research designs and six important results regarding context effects. For example, studies show that effects of the nonshared environment on psychological development are, on average, larger than effects of the shared environment. Further, characteristics of the children's environment, such as parental behaviour, are influenced by genes. The covariance between environmental characteristics and behavioural measures is, in part, based on genetic dispositions. Finally, conclusions are drawn regarding future search for context effects on psychological development. (DIPF/Orig)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung Jahr: 2007
Statistik: Anzahl der Zugriffe auf dieses Dokument
Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 05.11.2009
Empfohlene Zitierung: Pinquart, Martin; Silbereisen, Rainer K.: Verhaltensgenetische Beiträge zur Identifikation von Kontexteffekten auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ein State-of-the-Art-Bericht - In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2 (2007) 1, S. 11-22 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-10092