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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
TitelAlle Mann an Bord? Standpunkte zum Problem der Theorie-Praxis-Vermittlung in der Sozialpädagogik
Autor
OriginalveröffentlichungPädagogische Korrespondenz (1994) 14, S. 96-108
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Sozialpädagogik; Sozialpädagoge; Berufsfeld; Theorie-Praxis-Beziehung; Akademisierung; Fachhochschule; Universität; Wissenschaftsdisziplin; Deutschland
TeildisziplinSozialpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0933-6389
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Ein kurzer Blick auf die noch junge, gut zwanzigjährige Geschichte der Akademisierung der Sozialpädagogik […] macht sichtbar, dass sich sozialpädagogische und sozialarbeiterische Konzepte und Einrichtungen in der Bundesrepublik früher als ihre darauf bezogene und doch eigenständige Wissenschaft entwickelt haben. Die Umwandlung der Höheren Fachschulen in Fachhochschulen und die Einrichtung eines Hochschulstudiengangs Diplom-Pädagogik mit Schwerpunkt Sozialpädagogik bedurften daher in erster Linie einer Begründung aus der vorgängigen Analyse ihrer Praxisfelder: Mit der qualitativen Verbreiterung sozialer Hilfeformen weit über Armenfürsorge und Jugendpflege hinaus war der Prototyp des vielseitig einsetzbaren praktischen Generalisten gefordert. Ferner sollten mit der Schwerpunktverlagerung sozialer Arbeit von den materiellen und praktisch-pädagogischen Hilfen hin zu psychosozialen Unterstützungsformen neue analytische und methodische Fähigkeiten bis in die Leitungsfunktionen gewährleistet werden, die nur von wissenschaftlich (an Universitäten) ausgebildeten Praktikern erwartet wurden. […] Die generelle Bestimmung des Verhältnisses von Theorie und Praxis wird von den herkömmlichen Theoretikern der [Sozialpädagogen …] vor allem nach zwei gängigen Mustern vollzogen: Zum einen wird mit verzweifeltem Gestus die Theoriefeindlichkeit der Praktiker konstatiert, die eine Implementierung von theoretischen Erkenntnissen im praktischen Alltagshandeln verhindert. […] Demgegenüber steht (als zweite Variante) die Weigerung, als auf Praxis bezogener Nicht-Praktiker Praxis stellvertretend vorauszudenken. Der theoretische Pädagoge zieht sich dann, ohne Ratschläge zu erteilen, erkennbar auf die unabhängige Beobachterposition zurück, um von dort aus Protokolle aus dem Berufsalltag mit wissenschaftlichen Interpretationsmöglichkeiten zu bereichern. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftPädagogische Korrespondenz Jahr: 1994
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am19.07.2013
Empfohlene ZitierungKlemmert, Oskar: Alle Mann an Bord? Standpunkte zum Problem der Theorie-Praxis-Vermittlung in der Sozialpädagogik - In: Pädagogische Korrespondenz (1994) 14, S. 96-108 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-79637
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