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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:


Originaltitel: Praxis der Familienmediation in der Beratung
Paralleltitel: Familiy mediation within the counselling system
Autoren: ; ; ; ; ;
Originalveröffentlichung: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 55 (2006) 8, S. 584-599
Dokument:
Schlagwörter (Deutsch): Mediation; Partnertrennung; Ehescheidung; Sorgerecht; Kind; Beratung; Bedarfsanalyse; Merkmal; Klient
Pädagogische Teildisziplin: Sozialpädagogik
Dokumentart: Aufsatz (Zeitschrift)
ISSN: 0032-7034
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr:
Begutachtungsstatus: Peer-Review
Abstract (Deutsch): Familienmediation als Verfahren der sach- und handlungsorientierten Regelung von familiären Konflikten hat zunehmend einen Platz in der Beratung gefunden. Allerdings fehlten bisher genauere Kenntnisse über die tatsächliche Versorgungssituation mit Familienmediation in der institutionellen Beratung. In der vorliegenden Untersuchung, an der sich 726 Beratungsstellen beteiligten, wird das bundesweite Angebot an Familienmediation in der institutionellen Beratung evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass fast ein Drittel (31,3 %) der Beratungsstellen Familienmediation im Rahmen ihrer Beratungskonzeption anbieten und dass mediative Techniken und Strategien in der Beratungspraxis relativ häufig eingesetzt werden. Stellen, die Mediation anbieten, unterscheiden sich von nicht anbietenden nur in wenigen Merkmalen, allerdings beschäftigen sie deutlich mehr Honorarkräfte. In der familienmediatorischen Klientel sind getrennt lebende, verheiratete oder unverheiratete Eltern mit zwei Kindern am häufigsten. Durchschnittlich führten die anbietenden Beratungsstellen im Bezugsjahr 2003 knapp 32 Mediationen mit einer Dauer von jeweils sieben Zeitstunden durch. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt nach wie vor auf der Mediation von Trennungs-, Scheidungs- und Nachscheidungskonflikten, wobei Probleme im Zusammenhang mit der Eltern-Kind-Beziehung überwiegen. Kinder werden in den Mediationsprozess eher selten einbezogen. Insgesamt wird der Bedarf an Familienmediation deutlich höher eingeschätzt als die bestehende Nachfrage und ebenfalls höher als das bestehende Angebot. Aus den Ergebnissen werden wichtige Schlussfolgerungen für Praxis und Erforschung der Familienmediation in der Beratung gezogen, und zwar zur Verbesserung der Versorgungslage, für die Erweiterung des in der Mediation behandelten Themenspektrums sowie zur verstärkten Beteiligung von Kindern.(DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch): Family mediation has been established as a method of resolving family conflicts within the counselling system. Unfortunately there existed only rare information about the real presence and efficacy of family mediation services within this system. 726 counselling centres from all over the country participated at the present study, which was outlined to evaluate their supply of family mediation and the use of it. The results show that nearly one third of the centres are offering family mediation as a regular service to their clients, and that mediative skills are quite frequently used by the counselling professionals. Centres, which offer a regular service of mediation, have an obviously higher percentage of honorary staff, indicating that this service might have a more fragile status. Each centre, which conducted mediation, had an average mediation caseload of 32 in 2003, which means a percentage of 7 percent of all counselling cases treated in this year. These mediations needed an average treatment of 7 hours. Most frequent cases in mediation are separated married or separated non-married parents with 2 children. In most cases, family mediation was used to regulate conflicts in separation, divorce or post divorce, mainly concerned with issues of child custody. In contrast to the researchers’ expectations, children were introduced at the mediation process only rarely. The need for mediation in the local population was rated much higher than the factual demand for and the factual supply of mediation. Based on the outcomes of the study, some recommendations are made: for the improvement of the supply of family mediation, for the expansion of the issues to which mediation is offered, and for strengthening the approaches to include children into the mediation process.(DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie Jahr: 2006
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Prüfsummen: Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am: 16.03.2010
Empfohlene Zitierung: Bastine, Reiner; Römer-Wolf, Birgit; Decker, Frauke; Haid-Loh, Achim; Mayer, Stefan; Normann, Katrin: Praxis der Familienmediation in der Beratung - In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 55 (2006) 8, S. 584-599 - URN: urn:nbn:de:0111-opus-9797