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Originaltitel
Von der Adresse zur Stadtstruktur. Symbolische Ordnung und soziale Ungleichheit im Ruhrgebiet
ParalleltitelFrom address to urban structure. Symbolic order and social inequality in the Ruhr area
Autor
OriginalveröffentlichungSoziale Passagen 17 (2025) 2, S. 347-364 ZDB
Dokument  (2.391 KB)
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Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1867-0180; 1867-0199; 18670180; 18670199
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Der Beitrag untersucht am Beispiel des Ruhrgebiets, wie sich soziale Ungleichheit historisch im urbanen Raum verdichtet, symbolisch auflädt und dauerhaft stabilisiert. Im Zentrum stehen dabei nicht die vielfach erforschten „Problemviertel“, sondern Villenviertel und „gute Adressen“ als Schlüsselräume sozialräumlicher Abgrenzung und Distinktion. Anhand einer mikrohistorischen Fallstudie zur Stadt Essen wird gezeigt, wie sich seit dem Kaiserreich privilegierte Wohnlagen herausbildeten, wie sie sich aber auch verschieben konnten und wie sie trotzdem Generationen von Eliten verbanden und bis heute als Orte sozialer Positionierung und Vermögenssicherung wirken. Der Beitrag verbindet Stadtgeschichte mit Fragen nach Eigentum und symbolischer Ordnung. Er plädiert dafür, Adressen nicht nur als neutrale Ortsangaben zu verstehen, sondern als zentrale soziale Ordnungselemente, die Ungleichheit formen und verfestigen. So leistet der Aufsatz einen Beitrag zu einer historischen Stadtforschung, die exklusive Wohnlagen als aktives Element sozialer Polarisierung ernst nimmt. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):This article examines how social inequality has historically become spatially concentrated, symbolically charged, and persistently stabilized in urban contexts, using the Ruhr area as a case study. Instead of focusing on marginalized neighborhoods, it highlights villa districts and so-called “good addresses” as key sites of sociospatial separation and distinction. A microhistorical study of the city of Essen illustrates how privileged residential areas emerged since the Imperial era, how they connected generations of elites, and how they continue to function as spaces for social positioning and wealth preservation. By linking historical urban research with questions of property, address politics, and symbolic order, it is argued in this paper that addresses are not neutral coordinates but crucial elements shaping and maintaining social inequality. In doing so, it contributes to a historical urban perspective that takes elite residential areas seriously as active sites of social polarization. (DIPF/Orig.)
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Eintrag erfolgte am26.06.2026
QuellenangabeGajek, Eva Maria: Von der Adresse zur Stadtstruktur. Symbolische Ordnung und soziale Ungleichheit im Ruhrgebiet - In: Soziale Passagen 17 (2025) 2, S. 347-364 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-355864 - DOI: 10.25656/01:35586; 10.1007/s12592-025-00573-4
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