Suche

Erweiterte Literatursuche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Detailanzeige

Originaltitel
Bullyingrollen im Grundschulalter und ihre Stabilität im Verlauf eines Schulhalbjahrs
ParalleltitelBullying roles in primary school students and their stability during one school semester
Autoren
OriginalveröffentlichungEmpirische Sonderpädagogik 17 (2025) 4, S. 333-349 ZDB
Dokument  (2.581 KB)
Lizenz des Dokumentes Lizenz-Logo 
Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1869-4845; 1869-4934; 18694845; 18694934
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Zur Beschreibung der Rollen, die Schüler:innen in Bullyingprozessen einnehmen, werden altersübergreifend die gleichen Kategorien verwendet (bspw. Bully, Victim, Bully-Victim). Inwiefern sich diese Rollen auch im Grundschulalter voneinander abgrenzen lassen, ist weitestgehend unklar. Entsprechend verfolgt die vorliegende Studie das Ziel zu untersuchen, welche Bullyingrollen sich hier voneinander abgrenzen lassen und welche Stabilität diese aufweisen. Eine Stichprobe von N = 545 Schüler:innen der dritten und vierten Klasse beantwortete über einen Zeitraum von fünf Monaten an drei Messzeitpunkten Items zu erlebter Viktimisierung und ausgeübtem Bullyingverhalten. Die Analyse der Daten erfolgte mit latenten Klassen- und Transitionsanalysen. Die Ergebnisse legen vier unterscheidbare Rollen nah. Diese lassen sich entlang der Dimensionen Bullyingverhalten und Viktimisierungserfahrungen beschreiben: Während eine Klasse an Bullyingprozessen unbeteiligt scheint, berichten die drei übrigen Klassen in unterschiedlichem Ausmaß von Viktimisierungserfahrungen, wobei zwei Klassen auch angeben in substanziellem Ausmaß selbst Bullyingverhalten zu zeigen. Während für alle Klassen der Verbleib in dieser über die drei Messzeitpunkte hinweg jeweils die höchste Wahrscheinlichkeit aufwies, wechselte ein substanzieller Anteil der befragten Schüler:innen im Laufe der fünf Monate zwischen den Klassen. Diese Befunde stehen teilweise im Widerspruch zu bisherigen Studien und werfen Fragen insbesondere in Bezug auf Motive für Bullying im Grundschulalter und die Klassifizierung mit statusdiagnostischen Verfahren auf. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):When describing participant roles of bullying processes, usually the same roles are used for all age groups (e.g., bully, victim, bully-victim). However, it’s not clear if these roles can also be distinguished from each other in primary school students. Therefore, the present study aims to investigate which distinct participant roles can be differentiated from one another and how stable they are. A sample of N = 545 third and fourth-grade students were asked to answer items regarding victimization and bullying three times over the course of five months. Data was analyzed using latent class and latent transition analysis. The results indicate four distinct bullying roles. While one class was largely uninvolved, the remaining three classes all reported being victimized to a different degree. Two classes of students also indicated exhibiting bullying behavior themself. All classes had relatively stable trajectories, with remaining in the same class from one measurement point to another being the most likely outcome. However, a substantial part of students transitioned between classes over the course of five months. These findings partly contradict earlier studies and raise questions regarding motives for bullying behavior in primary school students and commonly used classification procedures. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser Zeitschrift
Statistik
Prüfsummen
Eintrag erfolgte am25.08.2026
QuellenangabeNicolay, Philipp; Plutz, Raphael; Huber, Christian: Bullyingrollen im Grundschulalter und ihre Stabilität im Verlauf eines Schulhalbjahrs - In: Empirische Sonderpädagogik 17 (2025) 4, S. 333-349 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-359655 - DOI: 10.25656/01:35965; 10.2440/003-0057
Dateien exportieren

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen