Informationen für Verlage und Datenlieferanten
Kooperieren mit peDOCS
Das am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation aufgebaute und gepflegte Repositorium pedocs stellt erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Literatur entsprechend der Berliner Erklärung für offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information kostenlos zur Verfügung. Die Vorteile des Open Access für die Wissenschaft liegen auf der Hand: Wissenschaftliche Erkenntnisse sind digital zugänglich, können leichter verarbeitet werden und erzielen eine höhere Reichweite. Zur Akquise wissenschaftlicher Fachliteratur arbeitet pedocs mit renommierten Wissenschaftsverlagen und etablierten Herausgeber*innengremien von Zeitschriften und Sammelwerken in unterschiedlichen Kooperationsmodellen zusammen. pedocs ermöglicht sowohl Green Open Access durch die rechtssichere Zweitveröffentlichung als auch Gold bzw. Diamond Open Access durch die unmittelbare Erstveröffentlichung frei zugänglicher Publikationen.
Gern können Sie direkt mit uns Kontakt aufnehmen.
Content-Akquise über Kooperationen
Bei der Kooperation mit Verlagen, Herausgeber*innen und weiteren Partnern verfolgt pedocs als fachliches Repositorium vornehmlich den "grünen Weg" des Open Access, also die Zweitveröffentlichung bzw. Nachnutzung von gleichzeitig oder zuvor als Print- bzw. Verlags-Publikation erschienenen Texten. pedocs akquiriert ganz bewusst vorrangig Publikationen in der Verlagsfassung bzw. im Verlagslayout. Damit wird der wissenschaftlichen Fachgemeinschaft qualitätsgeprüfter und einheitlich zitierfähiger Content zur Verfügung gestellt.
Bis heute (2026) konnten mehr als 45 feste Partnerinstitutionen gewonnen werden. In der Regel handelt es sich dabei um publikationsstarke Verlage mit erziehungswissenschaftlichem und fachdidaktischem Profil oder um Zeitschriften, die eigenverantwortlich von Herausgeber*innenteams geführt werden. Mehr Informationen finden Sie in der Übersicht über die Kooperationspartner.
Die Zusammenarbeit regeln schriftliche Vereinbarungen, die auf der Grundlage eines Mustervertrags individuell gestaltet werden.
Von bislang mehr als 30.000 akquirierten Volltexten stammen rund 80% aus Kooperationen. Über 90% der Volltexte stehen zur einheitlichen Zitierfähigkeit in der Verlagsfassung zur Verfügung.
Warum pedocs ein interessanter Partner ist
Eine Kooperation mit pedocs bedeutet mehr Sichtbarkeit, höhere Zitationsquoten und eine zusätzliche Distributionsschiene für Wissenschaftler*innen, Autor*innen, Verlage und Zeitschriften – ohne Risiko für das Vertriebsgeschäft. Konkret profitieren Partner von folgenden Vorteilen:
- Erhöhte Sichtbarkeit und Reichweite: Die Volltexte sind über das Fachportal Pädagogik - und damit einhergehend in der FIS Bildung Literaturdatenbank, der umfassendsten deutschsprachigen Nachweisdatenbank für die Erziehungswissenschaft - und weiteren Suchmaschinen wie z.B. BASE oder Google Scholar auffindbar. Das bedeutet eine signifikante Steigerung der Zitationsquoten, insbesondere für Zeitschriften und andere Periodika.
- Schutz des Urheberrechts: Der in vollem Umfang gewährleistete Schutz des Urheberrechts ist ein wichtiger Aspekt der Kooperation.
- Dauerhafter Zugang und Langzeitarchivierung: In Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) wird über die Vergabe einer dauerhaften URN die elektronische Langzeitverfügbarkeit und Langzeitarchivierung der Volltexte sichergestellt. Über eine regelmäßige Rückführung der in neuere elektronische Formate migrierten Volltexte werden diese auch in ferner Zukunft über pedocs verfügbar sein.
- Vergabe von Persistent Identifiern: Alle auf pedocs veröffentlichten Publikationen erhalten neben einer URN durch die Deutsche Nationalbibliothek auch eine eigene DOI – ohne zusätzliche Kosten für Kooperationspartner. Dadurch werden die langfristige Zitierfähigkeit und Auffindbarkeit der Publikationen gesichert.
Von Verlagen und weiteren Partnern wird pedocs daher auch als ein Marketinginstrument wahrgenommen, von dem - angepasst an das eigene (Verlags-)Programm - eine positive Rückkoppelung auf das Kerngeschäft, also Vertrieb und Verkauf von Büchern, erwartet wird.
Um für beiden Seiten eine Kooperation attraktiv zu gestalten, bietet pedocs unterschiedliche Kooperationsmodelle und zusätzliche Dienstleistungen an - bis hin zu einem Partnermarketing. Regelmäßige Kooperationspartnertreffen dienen dem Austausch über den aktuellen Umgang mit Open Access zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wie er von den Wissenschafts- und Förderinstitutionen gefordert ist.
Kooperationsmodelle
Grundsätzlich werden Monografien sowie unselbständige Literatur in Form von Sammelwerksbeiträgen und Zeitschriftenaufsätzen (jedoch keine Kapitel) als Volltexte erschlossen und verfügbar gemacht. Für Datenlieferanten wie Verlage bedeutet das eine zusätzliche Distrubutionsschiene für ihre Veröffentlichungen. Damit die Dokumente durchsuchbar sind und in die Langzeitarchivierung überführt werden können, benötigen wir ungeschützte PDF-Dateien ohne Sicherheitsmaßnahmen sowie - soweit vorhanden - die dazugehörigen Metadaten.
Die pedocs-Open Access Modelle, die sich in der Kooperation mit Verlagen herausgebildet haben, verfolgen das Ziel, einerseits der Wissenschaft wertvollen Content zur Verfügung zu stellen und andererseits die Verlage in ihrem Vertriebsgeschäft zu unterstützen.
Modell "Open Access Direct": Dieses Modell bezeichnet die zeitgleiche Veröffentlichung von Print- und Open Access-Ausgabe. Die zeitgleiche Veröffentlichung kann sich dabei auf einzelne Beiträge aus einem Sammelwerk oder einer Zeitschrift beziehen oder aber - wie in diesem Modell vorrangig angedacht - auf komplette Monografien und Zeitschriftenhefte. Dies trifft bspw. auch für Publikationen zu, die über Crowdfunding-Aktivitäten finanziert werden. Neben dem Modell „Delayed Access“ gehört dieses Modell inzwischen zu den am häufigsten genutzten Kooperationsmodellen.
Modell "Delayed Access": Hier werden Titel nach einer Embargofrist auf pedocs zweitveröffentlicht. Über die Länge der Embargofrist entscheiden die Verlage bzw. Datenlieferanten. Der "Delayed Access" wird von Datenlieferanten dann gewählt, wenn sich die Kosten für einen Titel durch den Verkauf amortisiert haben und eine kostenfreie Bereitstellung auch von Verlagsseite erstrebenswert scheint.
Autor*innen ist durch das Zweitveröffentlichungsrecht möglich, einen Beitrag über ein Repositorium nach einer Embargofrist von 12 Monaten zweitzuveröffentlichen, auch wenn dem Verlag bereits ein ausschließliches Nutzungsrecht eingeräumt wurde.
Modell "Vergriffene Werke": Eine besondere Form des "Delayed Access" stellt die Verfügbarmachung von vergriffenen Titeln dar. Sie können – oft über eine Retrodigitalisierung - der Wissenschaftsgemeinschaft digital zugänglich gemacht werden. In diesem Modell werden meist komplette Monografien auf dem Wege des Open Access bereitgestellt.
Modell "Retrodigitalisierung": Da ältere und vergriffene Titel digital oft noch nicht verfügbar sind, berät pedocs Verlage, Institutionen und Herausgeber*innen bei der Digitalisierung von Büchern und Zeitschriftenjahrgängen. Ziel ist es, diese Jahrgänge über pedocs zu veröffentlichen und damit den Bestand zu erweitern.
Modell "Selective Access": Dieses Modell bezeichnet die auszugsweise Verfügbarmachung eines Titels, also die Bereitstellung von Sammelwerksbeiträgen oder Zeitschriftenaufsätzen. Diesem Modell wird ein hoher Teaser-Effekt zur Bewerbung des Gesamtwerks zugeschrieben. Daher entscheiden Verlage, jeweils einen oder mehrere Beiträge aus aktuellen Sammelwerken im Open Access auf pedocs verfügbar zu machen. Aber auch ältere Sammelwerke oder Zeitschriftenhefte werden mit diesem Modell noch einmal gezielt in der Fachgemeinschaft präsentiert. Zusätzlich besteht für Sammelwerksbeiträge die Möglichkeit, die Verfügbarkeit des entsprechenden Titels über buchhandel.de zu prüfen.
Weitere Serviceleistungen: Partnermarketing
Beinhalten die einzelnen Kooperationsmodelle bereits verschiedene Marketingoptionen zur Bewerbung von Verlag, herausgebender Institution und Werk, so kann das DIPF als Teil der Wissenschafts-Community und Anbieter zentraler Fachinformationsinfrastrukturen wie dem Fachportal Pädagogik und dem Forschungsdatenzentrum Bildung viele weitere Möglichkeiten eröffnen, das Kerngeschäft der Kooperationspartner zu unterstützen. pedocs bietet folgende weitere Serviceleistungen:
- Standardisiertes Titelblatt für alle Publikationen, welches unter Hinzunahme des Verlagslogos auf den Ort der Erstveröffentlichung hinweist;
- Verbreitung des (Verlags-)Contents über weitere Portale des DIPF;
- monatliche Downloadstatistik über alle eingestellten Titel;
- standardmäßige Verknüpfung jedes Titels zum www.buchhandel.de;
- Bewerbung des Verlages / der liefernden Institution auf der pedocs-Kooperationsseite;
- Organisation von regelmäßigen Kooperationspartnertreffen;
- Engagement in verschiedene Gremien und Netzwerken zum wissenschaftlichen Publizieren im Open Access.
Inhaltlicher Scope und Zusammenarbeit mit weiteren sozialwissenschaftlichen Repositorien
Der Scope von pedocs reicht von der allgemeinen Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung über die Schul-, Sonder-, Berufs- und Medienpädagogik, die Pädagogische Psychologie bis hin zur Bildungs- und Schulpolitik, zur Bildungsgeschichte und zu den Fachdidaktiken. Im Sinne der Nutzendenfreundlichkeit und der notwendigen inhaltlichen Profilierung, wie sie auch im Rahmen der DINI-Zertifizierung empfohlen wird, werden auf pedocs keine Titel veröffentlicht, die eindeutig der sozialwissenschaftlichen, soziologischen, psychologischen bzw. wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zuzuordnen sind. pedocs steht in regelmäßigem Kontakt mit den fachlichen Dokumentenservern aus diesen Disziplinen (SSOAR, PsyDok und EconStor) und vermittelt mit Einverständnis der Verlage Content und Kontakte an diese weiter.
Kontakt
Wenn Sie mit pedocs kooperieren möchten, wenden Sie sich bitte an:
peDOCS-Team
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Rostocker Straße 6, 60323 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 24708-525
pedocs@dipf.de
Stand: 18.03.2026