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Verstehen – Vernetzen – Verantworten. Warum Medienbildung und informatische Bildung uns alle angehen und wir sie gemeinsam weiterentwickeln sollten
Author GND-ID ORCID
SourceDiethelm, Ira [Hrsg.]: Informatische Bildung zum Verstehen und Gestalten der digitalen Welt. 17. GI-Fachtagung Informatik und Schule. Bonn : Gesellschaft für Informatik (GI) 2017, S. 31-48. - (Lecture Notes in Informatics (LNI) - Proceedings; P-274)
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Keywords (German)Informatik; Medienpädagogik; Digitale Medien; Informatikunterricht; Sozialisation; Mensch-Maschine-Kommunikation; Symbolischer Interaktionismus
sub-disciplineMedia Education
Teaching Didactics/General Educational Topics
Document typeArticle (from a serial)
ISBN978-3-88579-668-8
LanguageGerman
Year of creation
review statusPeer-Reviewed
Abstract (German):„Digital“ ist nicht nur ein omnipräsenter Hashtag, sondern bezeichnet technische Entwicklungen, die in hohem Maße subjekt- und gesellschaftsprägend sind. Diese sozialisatorische Relevanz des Digitalen wird im vorliegenden Beitrag anhand von fünf Thesen exemplarisch aufgezeigt: So beeinflussen digitale Medien unsere Wahrnehmung und damit die produktive Verarbeitung von Wirklichkeit. Aufgrund der ständigen Verfügbarkeit (mobiler) digitaler Medien und technischer Netze umgeben uns auch unsere sozialen Netzwerke permanent, was neue Formen sozialer Eingebundenheit ermöglicht. Da wir mit digitalen Medien nicht nur Umwelt wahrnehmen, sondern zunehmend auch selbst Realität in Form von digitalen Artefakten erzeugen, werden Realitätskonstruktionen unmittelbar erlebbar. Hiervon kann die Entwicklung von Subjekt und Gesellschaft nicht unbeeindruckt bleiben – denn digitale Medien und Werkzeuge sind inzwischen allgegenwärtig und entwickeln sich aufgrund ihrer neuen sozialen Bedeutung zunehmend vom Interface zum kommunizierenden Gegenüber. Auslöser von subjekt- und gesellschaftskonstituierenden Konstruktionsprozessen sind also nicht nur andere Menschen, sondern auch deren mediale Artefakte – Dinge, die mittels digitaler Werkzeuge produziert und manipuliert werden und Individuen in zunehmendem Maße kommunikativ vernetzen. Digitale Medien sollten sowohl als Mittel als auch als Gegenstand einen zentralen Platz im schulischen Unterricht einnehmen, da Medienbildung auf die Bildung des Subjekts zielt und das mediengebildete Subjekt künftig Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe sein wird. Da Prozesse hinter dem Interface der Maschine für Menschen nicht (mehr) unmittelbar durchschaubar sind, ist gleichermaßen auch eine Sensibilisierung für digitale Technik desiderat, die sich hinter den Medien befindet. Hieraus erwächst die Verantwortung, Medienbildung und informatische Bildung gemeinsam zu gestalten. (Autor)
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Date of publication14.12.2017
Suggested CitationKnaus, Thomas: Verstehen – Vernetzen – Verantworten. Warum Medienbildung und informatische Bildung uns alle angehen und wir sie gemeinsam weiterentwickeln sollten - In: Diethelm, Ira [Hrsg.]: Informatische Bildung zum Verstehen und Gestalten der digitalen Welt. 17. GI-Fachtagung Informatik und Schule. Bonn : Gesellschaft für Informatik (GI) 2017, S. 31-48. - (Lecture Notes in Informatics (LNI) - Proceedings; P-274) - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-148626
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