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Title
Über Zeitenwenden im österreichischen Schulsystem. Zur Orchestrierung von Systemmonitoring, Bildungsstandards und Qualitätsentwicklung
Authors
SourceKraler, Christian [Hrsg.]; Schreiner, Claudia [Hrsg.]; Berger, Fred [Hrsg.]: Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 100-131
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Keywords (German)
sub-discipline
Document typeArticle (from a serial)
ISBN978-3-7815-6202-8; 978-3-7815-2740-9; 9783781562028; 9783781527409
LanguageGerman
Year of creation
review statusPeer-Reviewed
Abstract (German):Die Gründung einer Institution zur Entwicklung der Qualität im österreichischen Schulwesen markierte eine bildungspolitische Zeitenwende in Österreich. Mit den dort angesiedelten Aufgaben des Bildungsmonitorings, der Überprüfung von Bildungsstandards und der regelmäßigen Bildungsberichterstattung wurde ein zentraler Schritt in Richtung einer evidenzorientierten Steuerung gesetzt. Helmut Fend begleitete diesen Prozess als kritischer Beobachter und Impulsgeber. Seine Konzeption von Schulqualität, Steuerung und Rekontextualisierung pädagogischen Handelns bildet bis heute eine zentrale wissenschaftliche Referenz für die Beurteilung von Entwicklungen im Schulwesen. Der Beitrag zeichnet zentrale Linien dieser Entwicklungen nach, beginnend mit der österreichischen Beteiligung an internationalen Schülerleistungsstudien über die nationale Bildungsberichterstattung bis zur Einführung von Bildungsstandards und deren Überprüfung und Rückmeldung. Dabei wird der Anspruch einer entwicklungsorientierten Qualitätsarbeit im Sinne professioneller Reflexion, Kontextsensibilität und demokratiebildenden Feedbacks sichtbar gemacht. Die Umwandlung des unabhängigen BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung im österreichischen Schulwesen) in die nachgeordnete Dienststelle IQS (Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen) im Jahr 2020 sowie der Paradigmenwechsel hin zu stärker kontrollorientierten Verfahren markieren eine erneute Zeitenwende, in der sich die ursprünglichen Leitlinien zunehmend auflösen. Der Beitrag argumentiert, dass Bildungsmonitoring mehr sein muss als ein Steuerungsinstrument: Es bedarf wissenschaftlich fundierter, unabhängiger, kontextsensibler und rekonstruktiver Verfahren, um pädagogische Qualität differenziert zu beschreiben, Entwicklungen zu begleiten und bildungspolitische Entscheidungen demokratiepolitisch förderlich wie auch kritisch zu rahmen. Die Perspektive Fends auf Qualität, Entwicklung und die Bedeutung der institutionellen Form bildet den Leitfaden dieses Textes, womit auch ein bislang fehlendes Desiderat dokumentierter Bildungsgeschichte in Österreich adressiert wird. (DIPF/Orig.)
is part of:Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend
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Date of publication27.01.2026
CitationBreit, Simone; Schreiner, Claudia; Wiesner, Christian: Über Zeitenwenden im österreichischen Schulsystem. Zur Orchestrierung von Systemmonitoring, Bildungsstandards und Qualitätsentwicklung - In: Kraler, Christian [Hrsg.]; Schreiner, Claudia [Hrsg.]; Berger, Fred [Hrsg.]: Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 100-131 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-347483 - DOI: 10.25656/01:34748; 10.35468/6202-04
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