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Title
Transformation der Eltern-Kind-Beziehung in der Adoleszenz und jugendliche Autonomieentwicklung
Author
SourceKraler, Christian [Hrsg.]; Schreiner, Claudia [Hrsg.]; Berger, Fred [Hrsg.]: Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 262-297
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Keywords (German)
sub-discipline
Document typeArticle (from a serial)
ISBN978-3-7815-6202-8; 978-3-7815-2740-9; 9783781562028; 9783781527409
LanguageGerman
Year of creation
review statusPeer-Reviewed
Abstract (German):Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Formen der Veränderung von Eltern-Kind-Beziehungen sich in der Adoleszenz beobachten lassen und welche Auswirkungen diese auf die jugendliche Autonomieentwicklung sowie das psychische Wohlbefinden und die intergenerationalen Beziehungen im frühen Erwachsenenalter haben. Es wird erwartet, dass sich eine gelungene Transformation der Eltern-Kind-Beziehung in Richtung von mehr Selbstständigkeit der Kinder bei gleichzeitig enger emotionaler Verbundenheit sowohl kurz- als auch langfristig positiv auswirkt. Als Datengrundlage dienen eine Jugendlängsschnittstudie und eine Folgeuntersuchung, die 19 Jahre später mit denselben Personen durchgeführt wurde. Die Analysestichprobe besteht aus 1021 Jugendlichen und 463 Eltern. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden clusteranalytische Verfahren mit Latenten Wachstumskurvenmodellen kombiniert. Die Ergebnisse belegen in Übereinstimmung mit der Individuationstheorie und früheren Forschungsbefunden, dass die Veränderungen in den Eltern-Kind-Beziehungen in der Adoleszenz als Transformationsprozess zu verstehen sind, in welchem die elterlichen Kontrollbemühungen im Allgemeinen kontinuierlich zurückgehen und die emotionale Verbundenheit erhalten bleibt. Hinter diesem normativen Transformationsmuster verbergen sich jedoch unterschiedliche Verlaufsmuster von Eltern-Kind-Beziehungen. Es können vier Muster identifiziert werden, die sich bezüglich der familiären Erziehungsumwelt, den jugendlichen Verhaltensweisen und den Veränderungsprozessen vom 12. bis zum 16. Lebensjahr deutlich unterscheiden. Die Analysen zeigen, dass es eine entscheidende Rolle für die jugendliche Autonomieentwicklung und das spätere Befinden im Erwachsenenalter spielt, in welchem Kontext Jugendliche aufwachsen und wie das Verhältnis von emotionaler Verbundenheit und jugendlichen Autonomiewünschen in der Eltern-Kind-Beziehung reguliert wird. Als besonders entwicklungsförderlich haben sich Beziehungen erwiesen, die durch enge emotionale Verbundenheit und Autonomie gewährendes elterliches Verhalten, darüber hinaus aber auch durch eine große Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft gekennzeichnet sind. (DIPF/Orig.)
is part of:Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend
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Date of publication27.01.2026
CitationBerger, Fred: Transformation der Eltern-Kind-Beziehung in der Adoleszenz und jugendliche Autonomieentwicklung - In: Kraler, Christian [Hrsg.]; Schreiner, Claudia [Hrsg.]; Berger, Fred [Hrsg.]: Bildung und Sozialisation. Weiterführende Perspektiven auf das Werk von Helmut Fend. Bad Heilbrunn : Verlag Julius Klinkhardt 2025, S. 262-297 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-347540 - DOI: 10.25656/01:34754; 10.35468/6202-10
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