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Original Title
Wie Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter entsteht. Die Rolle von Lebensstrukturdiagrammen zur Abbildung von Lebensverläufen
Parallel titleHow the motivation to continue one's education arises in adulthood. The role of life structure diagrams in visualising life trajectories
Authors
SourceMagazin erwachsenenbildung.at 19 (2026) 57, S. 40-51 ZDB
Document  (340 KB)
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Keywords (German)
sub-discipline
Document typeArticle (journal)
ISSN1993-6818; 2076-2879; 19936818; 20762879
LanguageGerman
Year of creation
review statusPeer-Reviewed
Abstract (German):Der Beitrag geht der Frage nach, wann im Erwachsenenalter Weiterbildungsmotivation entsteht, und nimmt dabei das Zusammenspiel von Lebenslaufereignissen und Entwicklungsaufgaben in den Blick. Während Erwachsene teilweise über lange Phasen keinen Bedarf sehen, sich weiterzubilden, können biografische Brüche, Übergänge oder unerwartete Ereignisse den Wunsch nach Veränderung auslösen. Die Autor*innen nutzen die Ansätze von Erik H. Erikson und Daniel J. Levinson, um dieses Neuentstehen von Motivation zu erklären. Entwicklungsaufgaben werden als Motor für Veränderungen aufgefasst und Weiterbildung wird mit der Intention besucht, sich neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Anstatt mangelndes Interesse an Bildungsveranstaltungen negativ zu bewerten, wird das Schwanken zwischen Phasen der Bildungsnähe und -distanz als Ausdruck individueller Lebensstrukturen gedeutet. Mit Hilfe des Lebensstrukturdiagramms können diese Dynamiken, die sich im Laufe eines Lebens herausbilden, veranschaulicht werden. Zudem zeigen drei Fallvignetten, dass Weiterbildungswünsche oft erst durch die Bewältigung konkreter Lebensaufgaben entstehen. Die Autor*innen plädieren für individualisierte, bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote und einen individuellen Rechtsanspruch auf Weiterbildung, um den komplexen Realitäten moderner Biografien gerecht zu werden. (DIPF/Orig.)
Abstract (English):This article investigates when motivation for continuing education emerges in adulthood, focusing on the interplay between life course events and developmental tasks. Drawing on Erik H. Erikson and Daniel J. Levinson, the authors explain the emergence of motivation for learning. Developmental tasks are understood as drivers of change, with participation in continuing education aimed at opening up new opportunities for action. Fluctuation between phases of closeness to and distance from education is interpreted as an expression of individual life structures. Life-structure diagrams are used to illustrate these dynamics, and three case vignettes show that the desire for further training often only arises when individuals confront concrete life tasks. The authors advocate for individualised, needs-oriented continuing education provision and an individual legal entitlement to further training. (DIPF/Orig.)
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Date of publication22.07.2026
CitationHefler, Günter; Steinheimer, Eva: Wie Weiterbildungsmotivation im Erwachsenenalter entsteht. Die Rolle von Lebensstrukturdiagrammen zur Abbildung von Lebensverläufen - In: Magazin erwachsenenbildung.at 19 (2026) 57, S. 40-51 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-358643 - DOI: 10.25656/01:35864
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