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Original Title
Weiterbildung und geringe Grundkompetenzen. Warum Erwachsene in der Schweiz nicht teilnehmen. Subjektive Gründe und biografische Hürden im Lebensverlauf analysiert
Parallel titleContinuing education and low basic skills. Why adults in Switzerland do not participate. Analysis of subjective reasons and biographical hurdles in the life course
Authors
SourceMagazin erwachsenenbildung.at 19 (2026) 57, S. 52-59 ZDB
Document  (353 KB)
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Keywords (German)
sub-discipline
Document typeArticle (journal)
ISSN1993-6818; 2076-2879; 19936818; 20762879
LanguageGerman
Year of creation
review statusPeer-Reviewed
Abstract (German):Warum nehmen Erwachsene mit geringen Grundkompetenzen häufig nicht an Weiterbildung teil und welche Rolle spielen dabei ihre Lebensverläufe? Ausgehend von einer subjektorientierten und lebensverlaufstheoretischen Perspektive rekonstruiert der Beitrag auf Basis von 20 qualitativen Interviews biografische Prägungen, Deutungen und aktuelle Bewältigungsstrategien von Personen, die Weiterbildungsangebote nicht nutzen. Mithilfe des Life Course Approach wird verdeutlicht, dass Lernentscheidungen keine isolierten Ereignisse sind, sondern oftmals tief in der individuellen Biografie wurzeln. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Entscheidung gegen eine Weiterbildungsteilnahme vielfach eine subjektiv sinnvolle Reaktion darstellt und nicht nur strukturellen Hürden wie Zeitmangel geschuldet ist. Viele Betroffene berichten von negativen schulischen Erlebnissen, Beschämung und einem Gefühl des „Nicht-Genügens“. Obwohl Lernen, sofern es alltagsnah, individuell und frei von Stigmatisierung ist, grundsätzlich positiv gesehen wird, spielen subjektive Schutzstrategien gegen erneute negative Zuschreibungen eine bedeutsame Rolle bei der Entscheidung gegen eine Teilnahme. Darüber hinaus erscheint eine Teilnahme häufig als sinnlos, da bestehende Muster und Routinen zur Lebensbewältigung ausreichen. Nicht-Teilnahme kann aber auch Ausdruck von Lernwiderstand sein, also einer aktiven Infragestellung normativer, gesellschaftlicher Erwartungen und des defizitorientierten Bildungsverständnisses. (DIPF/Orig.)
Abstract (English):Why do adults with low basic skills frequently not participate in continuing education, and what role do their life courses play? Drawing on a subject-oriented and life course theoretical perspective, this article reconstructs biographical dispositions, interpretations, and coping strategies of non-participants on the basis of 20 qualitative interviews. A central finding is that the decision not to participate in continuing education often represents a subjectively meaningful response, not merely a result of structural barriers such as lack of time. Many individuals report negative school experiences, shame, and a sense of inadequacy. Non-participation can also be an expression of learning resistance -- an active questioning of normative societal expectations and deficit-oriented understandings of education. (DIPF/Orig.)
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Date of publication22.07.2026
CitationBuchs, Helen; Weber, Lynette: Weiterbildung und geringe Grundkompetenzen. Warum Erwachsene in der Schweiz nicht teilnehmen. Subjektive Gründe und biografische Hürden im Lebensverlauf analysiert - In: Magazin erwachsenenbildung.at 19 (2026) 57, S. 52-59 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-358654 - DOI: 10.25656/01:35865
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