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Title
Der Blick, der stärkt. Ressourcenorientierung als Grundhaltung in der Arbeit mit Kindern, Lehrkräften und Eltern
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Source2026, 11 S.
related to:Wenn schnelles Erkennen nicht reicht. Urteilsbildung und Diagnostik als lehrbare Kompetenz in der Lehrerfortbildung
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Keywords (German)
sub-discipline
Document typeMonograph, Collected Work or primary publication
LanguageGerman
Year of creation
review statusReview Status Unknown
Abstract (German):Zwei Menschen beobachten dieselbe Unterrichtsszene und sehen zwei verschiedene Kinder. Der eine sieht ein Kind, das die Aufgabe verweigert. Die andere sieht ein Kind, das sich vor einem Fehler schützt, den es fürchtet. Beide haben genau hingeschaut. Beide haben nichts erfunden. Und doch tragen sie zwei Wirklichkeiten aus demselben Raum davon. Dieser Beitrag – der dritte einer Reihe, die mit der Frage begann, wie pädagogische Urteile unter Zeitdruck entstehen („Wenn schnelles Erkennen nicht reicht“), und die mit der Frage fortgesetzt wurde, wie Sprache diese Urteile trägt und verfestigt („Die Sprache des Urteilens“) – wendet sich nun der Frage zu, was diese Urteile inhaltlich ausrichtet: dem Unterschied zwischen einem Blick, der zuerst nach dem Fehlenden sucht, und einem Blick, der zuerst nach dem Tragenden fragt. Die These lautet: Ressourcenorientierung ist keine zusätzliche Methode, die man dem pädagogischen Repertoire hinzufügt, sondern eine Grundhaltung, die verändert, was in einer Situation überhaupt als wahrnehmbar gilt – und zwar nicht nur mit Blick auf das Kind, sondern im gesamten Beziehungsgefüge aus Lehrkräften, Eltern und Kollegium. Der Beitrag entfaltet den Ressourcenbegriff in seiner inneren und äußeren Dimension, fragt nach den kognitiven Gründen für die Hartnäckigkeit des Defizitblicks, verbindet Ressourcenorientierung mit Sprachpraxis und überträgt sie auf die Erwachsenen im System selbst. Er schließt mit Ansatzpunkten für die Lehrerausbildung und einer nüchternen Reflexion der Grenzen dieses Blicks. (DIPF/Orig.)
Abstract (English):Two observers watch the same classroom scene and see two different children. One sees a child refusing to work; the other sees a child protecting themselves from a feared mistake. Both looked closely, neither invented anything—yet they walk away from the same room with two different realities. This paper—the third in a series that began by examining how pedagogical judgements form under time pressure (When Fast Recognition Is Not Enough) and continued with how language sustains and solidifies these judgements (The Language of Judging)—addresses what fundamentally aligns such evaluations: the difference between a lens that primarily searches for deficits and one that seeks underlying resources. The central thesis posits that resource orientation is not merely an additional method added to an educator’s repertoire, but a fundamental mindset that alters what is perceived in a given situation—not only regarding the child, but across the entire relational system of teachers, parents, and colleagues. The paper outlines the concept of resources in its internal and external dimensions, examines cognitive factors contributing to the persistence of the deficit-oriented mindset, links resource orientation to everyday linguistic practice, and extends this perspective to the adults within the educational system. It concludes with practical starting points for teacher education and a critical reflection on the limitations of this approach. (Author)
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Date of publication11.09.2026
CitationGessenich, Sabine: Der Blick, der stärkt. Ressourcenorientierung als Grundhaltung in der Arbeit mit Kindern, Lehrkräften und Eltern. 2026, 11 S. - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-361850 - DOI: 10.25656/01:36185
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