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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
OriginaltitelWas heisst "Anwendung" von Sozialwissenschaften in der schulischen Praxis?
ParalleltitelOn the application of social sciences to teaching
Autor
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 33 (1987) 2, S. 207-222
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Schule; Unterricht; Ethische Erziehung; Moral; Sozialwissenschaften; Sozialwissenschaftlicher Unterricht; Stufenmodell; Hermeneutik; Entwicklungspsychologie; Unterrichtsprozess; Pädagogische Praxis; Moralpädagogik; Moralische Entwicklung; Pädagogische Intervention; Moralische Kompetenz; Moralisches Urteil; Unterrichtsbeispiel; Fallbeispiel; Bildungsprozess; Schüler-Lehrer-Beziehung
TeildisziplinFachdidaktik/sozialkundlich-philosophische Fächer
Pädagogische Psychologie
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Die These ist, daß Sozialwissenschaften für das Verstehen von Interaktionen im Unterricht einen Bedeutungs-Hintergrund abgeben können. Dies wird demonstriert, indem die Theorie moralisch-kognitiver Entwicklung (Kohlberg) benutzt wird, um eine kleine Unterrichts-Szene zu beschreiben. Diese Beschreibung oder Analyse ist nicht nur hilfreich für das Verstehen, sondern sie ermöglicht auch die inter-subjektive Verständigung über die Bedeutung der Interaktion: wie sie durch die Beteiligten hervorgebracht wird, was sie für die Entwicklung der Schüler bedeutet, welches Alltagswissen darin enthalten ist, welche sozialen Faktoren möglicherweise die Diskussion beeinflußt haben usw. Mit Bezug auf Oevermann wird diese Prozedur der „Anwendung" oder des „Verstehens" als wesentlich für sozialisatorische Interaktionen bezeichnet. Die Methode ist weder empirisch (wie in der Forschung von Kohlberg) noch die der objektiven Hermeneutik (wie bei Oevermann), sondern es ist eine praktische Hermeneutik - sozialwissenschaftliche Theorien dienen als Verkürzungsstrategien beim Verstehen während des Handelns. Das Ergebnis führt zur Kritik der objektiven Hermeneutik in zwei Punkten. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):The author hypothesizes that social sciences can provide a framework for the understanding of interactions within the classroom. This is illustrated by analyzing a short classroom discussion on the basis of the theory of moral-cognitive development (Kohlberg) . This analysis does not only further an overall understanding, it also makes possible an inter-subjective discussion of the implications and aspects of the interactions, such as the manner in which they are produced, their implications for the development of the students, the kind of every-day knowledge they incorporate, or the social factors which might have influenced the discussion. With reference to Oevermann, this procedure of "application" or "understanding" is considered a basic element of socializing interaction. The method is neither empirical (as in the research of Kohlberg) nor that of objective hermeneutics (as in the research of Oevermann), rather, it is one of practical hermeneutics - sociological theories are used as strategies that allow to understand one's actions while acting. This result leads to a critique of Oevermann's method of objective hermeneutics. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 1987
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am01.08.2018
Empfohlene ZitierungReinhardt, Sibylle: Was heisst "Anwendung" von Sozialwissenschaften in der schulischen Praxis? - In: Zeitschrift für Pädagogik 33 (1987) 2, S. 207-222 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-144312
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