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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN:
OriginaltitelKonditionierte Strukturverbesserung. Erziehungswissenschaft flankiert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter Anleitung der OECD verwirklicht von der Kultusministerkonferenz
ParalleltitelConditioned structural improvement. Remodelling and restructuring German educational research supported by the German Research Foundation under the guidance of the OECD, realised by the conference of Education Ministers
Autor GND-ID
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 62 (2016) 5, S. [707]-731 ZDB
Dokument
Schlagwörter (Deutsch)Erziehungswissenschaft; Bildungsforschung; Anpassung; Bildungspolitik; KMK <Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland>; Steuerung; Ökonomisierung; Strukturwandel; Wettbewerb; Infrastruktur; Deutsche Forschungsgemeinschaft; OECD <Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung>; PISA <Programme for International Student Assessment>; Deutschland
TeildisziplinEmpirische Bildungsforschung
Bildungsorganisation, Bildungsplanung und Bildungsrecht
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Die deutsche akademische Pädagogik wurde in den letzten zwanzig Jahren einem konditionierten Strukturanpassungsprogramm unterworfen, das sie als Disziplin von ihrem vermeintlichen Sonderweg abbringen, organisatorisch neu formieren und international anschlussfähig machen sollte. Die Transformation wurde mit soft power durchgesetzt, einer neuen Regierungstechnik, die im Zeichen des Neo-Liberalismus sukzessive in alle Funktionssysteme der modernen Gesellschaft eingedrungen ist. Der Beitrag versucht nachzuzeichnen, wie im Zusammenspiel der OECD mit der deutschen Wissenschaftsadministration eine Wendung von der Produktion von scientific knowledge zur finalisierten Wissensform des expert knowledge durchgesetzt wurde, das direkt im Erziehungssystem erzeugt wird. Dass dabei zugleich die Eigenlogik und Eigennormativität der Pädagogik gegen das hegemoniale Rationalitätsmuster der Ökonomik ausgetauscht wurde, wird als Folgeproblem einer Innovation markiert, die nun die operative Ebene der Erziehung erreicht. Schlagworte: Strukturanpassungsprogramm, libertärer Paternalismus, epistemische Gemeinschaften, Logik des Misstrauens, Expertenwissen. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):Over the past twenty years, German education studies have been subjected to a structural adjustment program. As a result of various pressures, the discipline has been reformed and aligned with international developments. The restructuring has been achieved with soft power, a new mode of governance which is an indicator of the success of neo-liberalism in penetrating every functional system of modern society. The article attempts to portray how the interplay between the OECD and the German research administration has forced a shift from the traditional production of scientific knowledge to finalized export knowledge within the education system. A concerted attempt has been made to substitute the inherent logic and specific normativity of education studies with a pattern of rationality that is hegemonic in economics. The innovation has had perverse effects that penetrate through to the operational level of education. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 2016
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am22.03.2019
Empfohlene ZitierungRadtke, Frank-Olaf: Konditionierte Strukturverbesserung. Erziehungswissenschaft flankiert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter Anleitung der OECD verwirklicht von der Kultusministerkonferenz - In: Zeitschrift für Pädagogik 62 (2016) 5, S. [707]-731 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-168395
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