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Titel
Argumente zu "Noten in der Grundschule"
Autoren
Originalveröffentlichung2025, 2 S.
Dokument  (210 KB)
Lizenz des Dokumentes Deutsches Urheberrecht
Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
Sonstige beteiligte InstitutionenGrundschulverband e.V., Landesgruppe Bremen
DokumentartMonographie, Sammelwerk oder Erstveröffentlichung
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusReview-Status unbekannt
Abstract (Deutsch):In Zeugnissen werden Leistungen von Schülerinnen und Schülern spätestens seit dem 19. Jahrhundert durch Ziffernnoten ausgewiesen. Gesellschaftspolitisch war die Vergabe von Berechtigungen »nach Leistung« ein großer Fortschritt gegenüber dem Erwerb beruflicher und sozialer Positionen allein durch Herkunft. In aktuellen Umfragen spricht sich auch die Mehrheit der Bevölkerung dafür aus, an der traditionellen Benotung von 1 bis 6 festzuhalten. Eltern setzen auf deren angebliche Objektivität und Vergleichbarkeit. Aber Befunde der Forschung stellen die behaupteten Vorteile von Noten nachdrücklich in Frage. Und es gibt sinnvollere und durchaus praktikable Alternativen – auch wenn das selektive Schulsystem die Etablierung einer entwicklungsförderliche Feedback-Kultur erschwert. Aber „Leistung“ ist in pädagogischer Perspektive nicht dasselbe wie in der Wirtschaft. Kinder kommen schon in die erste Klasse mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen (= rund drei Jahre Entwicklungsunterschied in allen Kompetenzbereichen) und sie lernen unter ganz unterschiedlichen Bedingungen (z. B. Unterstützung im Elternhaus). Bewertet man die gleiche Arbeit mit der gleichen Note, wäre das so, als ließe man bei einem 50m-Lauf, den einen bei 75m starten und die andere bei 25, den einen auf einer Sandbahn laufen, die andere auf einer Tartanbahn. Das heißt: Die eine wird belohnt, auch wenn er sein Potenzial kaum ausgeschöpft hat, der andere wird gedemütigt, selbst wenn er sich sehr angestrengt und auch große Fortschritte gemacht hat. Insofern ist eine entwicklungsbezogene Bewertung gerechter und motivierender als der bloße Vergleich des Produkts. (Autor)
Abstract (Englisch):Since at least the 19th century, school reports have used numerical grades to indicate pupils' performance. In socio-political terms, the awarding of qualifications ‘based on performance’ was a major step forward compared to the acquisition of professional and social positions solely on the basis of origin. In recent surveys, the majority of the population has also spoken out in favour of retaining the traditional grading system from 1 to 6. Parents rely on its supposed objectivity and comparability. However, research findings strongly question the claimed advantages of grades. And there are more meaningful and perfectly practicable alternatives – even if the selective school system makes it difficult to establish a feedback culture that promotes development. But from an educational perspective, ‘achievement’ is not the same as it is in business. (Author)
Statistik
Prüfsummen
Eintrag erfolgte am06.11.2025
QuellenangabeBrügelmann, Hans; Lassek, Maresi: Argumente zu "Noten in der Grundschule". 2025, 2 S. - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-342613 - DOI: 10.25656/01:34261
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