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Titel
Die Pathologien reiner Rekursivität. Zur Unvertretbarkeit des personalen Subjekts bei der Sinnerzeugung
Autor
OriginalveröffentlichungBorchert, Johanna [Hrsg.]; Krönig, Franz Kasper [Hrsg.]; Leinen-Peters, Nora [Hrsg.]; Rora, Constanze [Hrsg.]: Das Ästhetische im Zeichen künstlicher Verstehenssimulation. Berlin : Logos Verlag 2025, S. 47-64
Dokument  (197 KB)
Lizenz des Dokumentes Deutsches Urheberrecht
Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Sammelwerk)
ISBN978-3-8325-8088-9; 978-3-8325-5983-0; 9783832580889; 9783832559830
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusReview-Status unbekannt
Abstract (Deutsch):Könnten AI-Systeme die spezifische Leistung personaler Subjekte, nämlich Selbstreferenz realer Fremdreferenz mitzuführen, sich durch letztere irritieren zu lassen und diese fremdreferentielle Irritation auf der Ebene der Selbstreferenz zu bearbeiten, modellieren? Das unaufhebbare, prinzipielle Problem ist, dass jede Simulation transzendenter fremdreferentieller Erfahrung, die sich dem personalen Subjekt z.B. als widrig, opak, abgeschattet und irritativ, d.h. als nicht selbst konstruiert präsentiert, für AI-Systeme immer nur selbstkonstruiert, mithin gerade nicht transzendent, d.h. nicht als Fremd- oder Weltauffassung möglich ist. Ein AI-System kann nur Formen hervorbringen, die ihm selbst völlig transparent sind. Damit kann es sie grundsätzlich nicht ,verstehen'. Nicht-Verstehen als Bedingung der Möglichkeit von Verstehen ist eben darin begründet, dass fremde Symbole mit eigenen Symbolbildungen nicht erfasst, sondern vielleicht ,umstellt' werden können und der Grad intersubjektiven Verstehens wiederum nur symbolisch kommunizierbar ist. Das (Nicht)Verstehen des (Nicht}Verstehens ist in dem Sinne niemals bloß rekursiv, dass bei jedem Schritt Materialisierungen vorgenommen werden, die neue analoge Irritation einspeisen, die nie restlos in Information zu überführen ist, sondern (mühsam und immer teilweise scheiternd) verstanden werden muss. Das Verstehen von AI-Systemen wird prinzipiell also eine Projektion personaler Subjekte bleiben. (DIPF/Orig.)
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Eintrag erfolgte am28.01.2026
QuellenangabeKrönig, Franz Kasper: Die Pathologien reiner Rekursivität. Zur Unvertretbarkeit des personalen Subjekts bei der Sinnerzeugung - In: Borchert, Johanna [Hrsg.]; Krönig, Franz Kasper [Hrsg.]; Leinen-Peters, Nora [Hrsg.]; Rora, Constanze [Hrsg.]: Das Ästhetische im Zeichen künstlicher Verstehenssimulation. Berlin : Logos Verlag 2025, S. 47-64 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-347438 - DOI: 10.25656/01:34743
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