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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-355549
DOI: 10.25656/01:35554; 10.1007/s35834-025-00525-1
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-355549
DOI: 10.25656/01:35554; 10.1007/s35834-025-00525-1
| Originaltitel |
Ertragen oder Verändern? Zum Umgang von Naturwissenschaftslehrer:innen mit Antinomien beim Forschenden Lernen |
|---|---|
| Paralleltitel | Endure or change? How science teachers deal with antinomies in inquiry-based learning |
| Autoren |
Lübke, Britta |
| Originalveröffentlichung | Zeitschrift für Bildungsforschung 16 (2026) 1, S. 209-230 |
| Dokument | Volltext (631 KB) |
| Lizenz des Dokumentes |
|
| Schlagwörter (Deutsch) | Forschendes Lernen; Ungewissheit; Naturwissenschaftlicher Unterricht; Antinomie; Grounded Theory; Lehrer; Empirische Untersuchung |
| Teildisziplin | Empirische Bildungsforschung Schulpädagogik |
| Dokumentart | Aufsatz (Zeitschrift) |
| ISSN | 2190-6890; 2190-6904; 21906890; 21906904 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Begutachtungsstatus | Peer-Review |
| Abstract (Deutsch): | Im wissenschaftlichen Diskurs werden dem Ansatz des Forschenden Lernens im Kontext naturwissenschaftlicher Bildung zahlreiche Potenziale zugeschrieben. Doch trotz Evidenzen zu positiven Wirkungen auf Motivation und Interesse der Lernenden sowie auf Fähigkeiten kritischen Denkens oder akademische Leistungen von Schüler:innen und zahlreicher veröffentlichter Unterrichtskonzeptionen und -materialien hat das Forschende Lernen bisher wenig Eingang in den Regelunterricht gefunden. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Diskurs und Unterrichtspraxis zeigt sich im Umgang mit Ungewissheit. Während Ungewissheit als zentrales und immanentes Moment Forschenden Lernens in den Naturwissenschaften beschrieben wird, wird sie in der Unterrichtspraxis oft nicht thematisiert oder gar gemieden. Mit dem Ziel sich den zugrundeliegenden Mechanismen dieser Diskrepanz anzunähern, geht die Studie über leitfadengestützte Einzelinterviews (n = 12) der Frage nach, wie praktizierende Naturwissenschaftslehrer:innen mit den Anforderungen des Forschenden Lernens und den sich daraus ergebenden Ungewissheiten umgehen. Die entwickelte Grounded Theory zeigt, dass Lehrer:innen naturwissenschaftlicher Fächer bei der Realisierung Forschenden Lernens ein unauflösbares Spannungsverhältnis zwischen der Norm der Offenheit und der Zielorientierung erleben. Dieses ergibt sich zum einen aus der permanenten Gegenüberstellung Forschenden Lernens und sogenanntem normalen Unterricht. Zum anderen wurde deutlich, dass im Erleben der Lehrer:innen im Konzept des Forschenden Lernens in sich Spannungen angelegt sind. Die rekonstruierten Umgangsweisen der Lehrer:innen lösen das Spannungsverhältnis zwischen Offenheit und Zielorientierung in vielen Fällen vorläufig zu einem der Pole auf. Sie lassen sich dabei als eine Veränderung (I) der Sache, also dem Forschenden Lernen, (II) der Anderen, also der Schüler:innen bzw. dem System Schule, oder (III) der eigenen Person konzeptualisieren. (DIPF/Orig.) |
| Abstract (Englisch): | In scientific discourse, inquiry-based learning in science education is ascribed numerous potentials. However, despite scientific evidence of positive effects on the motivation and interest of learners, as well as on the critical thinking skills or academic performance of students and numerous published teaching concepts and materials, inquiry-based learning has not yet found its way into mainstream teaching. A similar discrepancy between academic discourse and teaching practice can be seen in dealing with uncertainty. While uncertainty is described theoretically as a central and inherent element of inquiry-based learning in sciences, it is often not addressed or even avoided in the classroom. With the aim of approaching the underlying mechanisms of this discrepancy, the study uses semi-structured interviews (n = 12) to investigate how practicing science teachers deal with the requirements of inquiry-based learning and the associated uncertainties. The grounded theory developed shows that teachers of science subjects experience an irresolvable tension between the norm of openness and goal orientation when implementing inquiry-based learning. On the one hand, this results from the permanent juxtaposition of inquiry-based learning and so-called normal teaching. On the other hand, it became clear that, from the perspective of teachers, tensions are inherent in the concept of inquiry-based learning itself. In many cases, the teachers strategies temporarily resolve the tension between openness and goal orientation by focusing only on one of the two poles. All strategies can be conceptualized as a change (I) in the thing itself, i.e., inquiry-based learning, (II) in others, i.e., the students or the school system, or (III) in oneself. (DIPF/Orig.) |
| weitere Beiträge dieser Zeitschrift | Zeitschrift für Bildungsforschung Jahr: 2026 |
| Statistik | |
| Prüfsummen | Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis |
| Eintrag erfolgte am | 25.06.2026 |
| Quellenangabe | Lübke, Britta; Stangen, Ilse; Schwanewedel, Julia: Ertragen oder Verändern? Zum Umgang von Naturwissenschaftslehrer:innen mit Antinomien beim Forschenden Lernen - In: Zeitschrift für Bildungsforschung 16 (2026) 1, S. 209-230 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-355549 - DOI: 10.25656/01:35554; 10.1007/s35834-025-00525-1 |