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Originaltitel
Perspektiven angehender Lehrkräfte auf Forschendes Lernen – eine qualitative Längsschnittstudie im Referendariat und Berufseinstieg
ParalleltitelPerspectives of prospective teachers on research-based learning – a qualitative longitudinal study during teacher training and career entry
Autoren
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Bildungsforschung 16 (2026) 1, S. 133-149 ZDB
Dokument  (362 KB)
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Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN2190-6890; 2190-6904; 21906890; 21906904
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Das hochschuldidaktische Konzept des Forschenden Lernens gilt als zentrales Element der universitären Lehrkräftebildung in Deutschland und ist in fast allen Bundesländern Bestandteil des Praxissemesters. Damit einhergehende Erwartungen im Hinblick auf den Professionalisierungsprozess von Lehrkräften fokussieren insbesondere die Vermittlung einer forschenden Grundhaltung, die auf eine nicht-wissenschaftsferne Berufsausübung abzielt. Wir fassen die forschende Grundhaltung als Professionsüberzeugung, die aus einer kognitiven, affektiven und handlungsbezogenen Komponente besteht und untersuchen die Komponenten im Zusammenspiel sowie im Längsschnitt. Mittels teilstrukturierter Interviews mit 22 angehenden Lehrkräften im Referendariat und Berufseinstieg, die sich im Praxissemester mit Forschendem Lernen befasst haben, werden das Verständnis (kognitive Komponente) und die Bedeutsamkeit (affektive und handlungsbezogene Komponente) Forschenden Lernens in der jeweiligen Ausbildungs- bzw. Berufsphase erfragt. Die Daten werden inhaltsanalytisch sowie typenbildend ausgewertet, um das Verständnis und die Bedeutsamkeit in der jeweiligen Phase, längsschnittliche Entwicklungen sowie das Verhältnis von Verständnis und Bedeutsamkeit herauszuarbeiten. Die Befunde zeigen, dass die Verständnisse von Forschendem Lernen sowohl im Referendariat als auch im Berufseinstieg variieren. Zudem ist das Konzept – laut Schilderungen der Befragten – durchaus bedeutsam für ihre Lern- und Handlungspraxis, jedoch nicht für alle und in unterschiedlich ausgeprägter Form. Die Typenbildung verdeutlicht, dass die fehlende Bedeutsamkeit Forschenden Lernens mit Fehlkonzepten einhergeht und eine höhere Bedeutsamkeit erkennbar ist, wenn Adaptionsleistungen hinsichtlich des Konzepts vorgenommen werden. Insgesamt ist im Sinne der Auffassung als Professionsüberzeugung die Anbahnung einer forschenden Grundhaltung bei einigen Befragten erkennbar. Implikationen für eine künftige Hochschulbildung ergeben sich u. a. mit Blick auf die Unterstützung von Studierenden bei Adaptionsleistungen für die (jeweilige) Praxis. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):The higher education didactic concept of research-based learning is a central element of university teacher training in Germany and integrated into the practical semester in most federal states. The associated expectations regarding the professionalization process of teachers focus on conveying a research-oriented attitude aimed at a professional practice that is not detached from science. We define this attitude as a professional belief, consisting of cognitive, affective, and action-related components, and examine their interaction and longitudinal development. Through semi-structured interviews with 22 prospective teachers during their teacher training and early career stages, who engaged with research-based learning in the practical semester, we assess their understanding (cognitive component) and the significance (affective and action-related components) of the concept during these phases. The data are evaluated through content analysis and typology formation to explore phase-specific understanding and significance, longitudinal developments, and their interrelations. The findings indicate that understandings of research-based learning vary both during teacher training and early career stages. The concept—according to the respondents’ accounts—is significant for their learning and teaching practice, although not for all and to varying extents. The typology formation illustrates that a lack of significance attributed to research-based learning is associated with misconceptions, while a greater significance becomes apparent when adaptations regarding the concept are made. In terms of viewing it as a professional belief, the initiation of a research-oriented attitude is evident among some respondents. Implications for future higher education include the need to support students in adaptation efforts related to their (respective) practice. (DIPF/Orig.)
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Prüfsummen
Eintrag erfolgte am25.06.2026
QuellenangabeHomt, Martina; Bloh, Bea; Wehde, Janis: Perspektiven angehender Lehrkräfte auf Forschendes Lernen – eine qualitative Längsschnittstudie im Referendariat und Berufseinstieg - In: Zeitschrift für Bildungsforschung 16 (2026) 1, S. 133-149 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-355628 - DOI: 10.25656/01:35562; 10.1007/s35834-025-00506-4
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