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Originaltitel
Lebensweltbezogene Gespräche im Unterricht der Grundschule – zwischen Grenzziehungen und Grenzverschiebungen zur Privatheit
ParalleltitelLifeworld-related conversations in primary school — between drawing and shifting boundaries to privacy
Autor
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Grundschulforschung 19 (2026) 1, S. 81-100 ZDB
Dokument  (402 KB)
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Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1865-3553; 2523-3181; 18653553; 25233181
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Der Beitrag untersucht die Bedeutung von Privatheit in lebensweltbezogenen Gesprächen im Grundschulunterricht. Während die unterrichtliche Berücksichtigung der Lebenswelten von Schüler:innen als bedeutsame Prämisse der Grundschulpädagogik gilt, bleibt vielfach unbeachtet, inwiefern dabei auch private Inhalte adressiert und zum Gegenstand unterrichtlicher Interaktionen werden. Der Beitrag geht dieser Frage nach, indem er die Bedeutung von Privatheit im Kontext lebensweltbezogener Gespräche theoretisch und empirisch beleuchtet. Hierzu erfolgt neben einer gegenstandstheoretischen Bestimmung von Privatheit als Dimension von Lebenswelt zunächst eine Aufarbeitung des Forschungsstands. Unter Rückgriff auf Protokolle aus einer Dissertationsstudie, die in ihrer Konzeption und Durchführung an der Grounded Theory ausgerichtet ist, werden zudem Gesprächssequenzen aus dem Grundschulunterricht analysiert, in denen private Inhalte thematisiert und kommunikativ verhandelt werden. Die Analysen zeigen, dass Schüler:innen nicht nur bereitwillig private Gegebenheiten teilen, sondern ebenso über differenzierte Praktiken der Grenzziehung verfügen und so markieren, was bzw. wann sie etwas nicht teilen möchten. Lehrkräfte treten dabei einerseits als bevorzugte Adressat:innen privater Anliegen in Erscheinung, andererseits aber auch als Interaktionspartner:innen in Grenzverhandlungen, in denen Grenzen zur Privatheit geschützt, aber auch (unbeabsichtigt) überschritten werden können. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):This paper examines the role of privacy in lifeworld-related classroom discourse in primary education. Although incorporating students’ lifeworlds and out-of-school experiences is regarded as a core principle of primary teaching, the extent to which private matters enter classroom interactions often remains unconsidered. After outlining the theoretical framework and existing research, the paper analyzes conversational sequences drawn from a Grounded Theory dissertation study on lifeworld-related practices in primary classrooms. The findings indicate that students willingly disclose private information while simultaneously demonstrating subtle strategies to assert and negotiate privacy boundaries. Teachers appear as key addressees of such private concerns, yet they also take part in negotiations in which privacy boundaries can be maintained—or (unintentionally) crossed. (DIPF/Orig.)
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Eintrag erfolgte am19.06.2026
QuellenangabeErnst, Joana: Lebensweltbezogene Gespräche im Unterricht der Grundschule – zwischen Grenzziehungen und Grenzverschiebungen zur Privatheit - In: Zeitschrift für Grundschulforschung 19 (2026) 1, S. 81-100 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-356023 - DOI: 10.25656/01:35602; 10.1007/s42278-025-00257-1
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