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Originaltitel
Aufgabenprofile von Sprachbildungsbeauftragten und deren Zusammenhang mit individuellen Voraussetzungen und institutionellen Rahmenbedingungen
ParalleltitelTask profiles of language education coordinators and their connection with individual requirements and institutional framework conditions
Autoren
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Erziehungswissenschaft 29 (2026) 3, S. 789-812 ZDB
Dokument  (955 KB)
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Schlagwörter (Deutsch)
Teildisziplin
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN1434-663X; 1862-5215; 1434663X; 18625215
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Die Studie untersucht Aufgabenprofile von Sprachbildungsbeauftragten (N = 727) an Schulen in Nordrhein-Westfalen unter Berücksichtigung konkreter Tätigkeiten, objektiver Arbeitsbedingungen und subjektiver Arbeitsvoraussetzungen. Vor dem Hintergrund des Konzepts der verteilten Führung wird analysiert, wie Sprachbildungsbeauftragte ihre Funktion im schulischen Alltag ausgestalten und welche Faktoren ihr Handeln beeinflussen. Besonders häufig berichten Sprachbildungsbeauftragte von konzeptionellen und kommunikativen Tätigkeiten, wie der Mitwirkung an schulischen Sprachbildungskonzepten oder der Teilnahme an regionalen Austauschformaten. Aufgaben der Umsetzung oder Überprüfung von Maßnahmen sowie die Initiierung kollegialer Zusammenarbeit werden hingegen deutlich seltener übernommen. Auf Basis einer latenten Klassenanalyse lassen sich vier Gruppen von Sprachbildungsbeauftragten identifizieren, die sich systematisch hinsichtlich Anzahl und inhaltlicher Ausrichtung ihres Aufgabenhandelns unterscheiden. Diese wurden als „Umfassend Aktive“, „Fokussiert Aktive“, „Breit Moderat Aktive“ und „Minimal Aktive“ klassifiziert. Eine anschließende multinominale Regressionsanalyse zeigt, dass objektive Arbeitsbedingungen wie Anrechnungsstunden und das Innehaben einer mit höherer Besoldung verbundenen Funktionsstelle signifikant mit der Zugehörigkeit zur umfassend aktiven Gruppe assoziiert sind. Eine längere Tätigkeitsdauer geht mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einher, der minimal aktiven Gruppe anzugehören. Subjektive Arbeitsvoraussetzungen wie eine enge Kooperation mit der Schulleitung sowie ein erhöhter Informationsbedarf zur Aufgabengestaltung erweisen sich ebenfalls als bedeutsam für das Aktivitätsniveau. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Aufgabenhandeln von Sprachbildungsbeauftragten nicht nur von individuellen Wahrnehmungen, sondern wesentlich von institutionellen Rahmenbedingungen geprägt ist. Anrechnungsstunden, strategische Einbindung in schulische Steuerungsstrukturen, ausgeprägte Kooperation sowie ausreichende zeitliche und strukturelle Ressourcen erscheinen als zentrale Voraussetzungen dafür, dass Sprachbildungsbeauftragte ihr Potenzial im Kontext schulischer Entwicklung entfalten können. Die Studie liefert Impulse für die gezielte Ausgestaltung und nachhaltige Verankerung intermediärer Funktionen in systemisch angelegten Schulentwicklungsprozessen. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):The present study examines the task profiles of school-based language education coordinators (N = 727) in North Rhine-Westphalia, Germany. It focuses on their specific responsibilities, objective working conditions, and subjective perceptions. Based on the concept of distributed leadership, the study explores how coordinators shape their roles in school practice and which factors influence their actions. Coordinators most frequently report performing conceptual and communicative tasks, such as contributing to school-wide language education plans and participating in regional exchange formats, while activities related to implementation, evaluation, and peer collaboration occur far less often. A latent class analysis identified four distinct groups of coordinators that differ in the scope and focus of their task performance: “Broadly Active”, “Focused Active”, “Moderately Broad Active”, and “Minimally Active”. A subsequent multinomial regression analysis shows that objective working conditions, such as allocated working hours and higher-paid functional position, are significantly associated with membership in the more active group. Longer professional experience relates to a lower likelihood of belonging to the minimally active group. Subjective working conditions, including close cooperation with school leadership and a greater need for task-related information, also influence activity levels. Overall, coordinators’ engagement appears shaped not only by individual factors but also by institutional frameworks. The allocation of working hours, integration into school leadership structures, strong cooperation, and sufficient temporal and structural resources are key conditions for enabling coordinators to realize their potential in school development. This study offers practical guidance for the targeted design and sustainable integration of intermediate leadership functions within system-oriented school improvement processes. (DIPF/Orig.)
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Prüfsummen
Eintrag erfolgte am17.07.2026
QuellenangabeHartung, Julia; Richter, Eric; Kempert, Sebastian; Möller, Katharina; Richter, Dirk: Aufgabenprofile von Sprachbildungsbeauftragten und deren Zusammenhang mit individuellen Voraussetzungen und institutionellen Rahmenbedingungen - In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 29 (2026) 3, S. 789-812 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-357114 - DOI: 10.25656/01:35711; 10.1007/s11618-026-01374-y
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