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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
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Originaltitel
Praktiken der Homogenisierung. Soziale Choreographien im Schulalltag
ParalleltitelPractices of homogenization. Social choreographies in everyday school life
Autoren GND-ID; GND-ID
OriginalveröffentlichungZeitschrift für Pädagogik 65 (2019) 5, S. 669-691 ZDB
Dokument  (996 KB)
Lizenz des Dokumentes Deutsches Urheberrecht
Schlagwörter (Deutsch)Beobachtung; Gruppendiskussion; Rollenverhalten; Soziale Interaktion; Ethnografie; Schuljahr 03; Schulalltag; Grundschule; Schüler; Sitzordnung; Gerechtigkeit; Ungleichheit; Gleichheit; Heterogenität; Homogenität; Raum; Deutschland
TeildisziplinEmpirische Bildungsforschung
Schulpädagogik
DokumentartAufsatz (Zeitschrift)
ISSN0044-3247
SpracheDeutsch
Erscheinungsjahr
BegutachtungsstatusPeer-Review
Abstract (Deutsch):Kinder sind, wenn sie in die Schule kommen ebenso wenig gleich wie sie verschieden sind, sie werden in Akten der Adressierung und durch alltägliche schulische Praktiken als Gleiche und Ungleiche in je besonderen Hinsichten hervorgebracht. Gegenüber einer inzwischen weit ausdifferenzierten Forschung zur Herstellung und Reproduktion von Unterschieden im Sinne eines doing difference, gibt es vergleichsweise wenig Forschung dazu, wie und im Hinblick worauf Kinder in der Schule als Gleiche hervorgebracht werden. Der Artikel befasst sich zunächst theoretisch mit unterschiedlichen Konzeptionen von Gleichheit; diese wird in pädagogischen Diskursen sowohl als Gleichwertigkeit im Rekurs auf die Menschenrechte als auch als "Gleich-Bewertbarkeit" im Rekurs auf das meritokratische Prinzip, sowie drittens als Gleichheit der kulturell bedeutsamen Verhaltensdispositionen entziffert. Mit einem praxeologischen Zugang wird im zweiten Teil des Artikels eine empirische Annäherung an die Herstellungsleistungen von Gleichheit(en) gesucht. Die Autorinnen fokussieren die Homogenisierung von Schüler*innen unter Bezugnahme auf das Konzept der Sozialen Choreographien (Hewitt, 2010; Klein, 2005), das hier für erziehungswissenschaftliche Forschung erschlossen werden soll. Es nimmt die körper-leiblichen Praktiken eingespielter Bewegungsordnungen in den Blick, in denen im Zusammenspiel von pädagogischen und ästhetischen Dimensionen emergente Sinnfelder entstehen. Beispielhaft erläutert wird dies am Kreisgeschehen in der Grundschule, einer Figuration, die für eine stark partizipative und gleichberechtigte Gesprächsform im Unterricht steht. Die Analysen basieren auf schulethnografisch erhobenen Quellen wie (videogestützten) Beobachtungen, Fotografien und Gruppendiskussionen mit Kindern. (DIPF/Orig.)
Abstract (Englisch):When children start school, they are neither homogeneous nor heterogeneous, but are socially created as such in various respects through acts of addressing and in everyday practices. Unlike the widely differentiated research on construction and reproduction of differences in the tradition of 'doing difference', research on how and with regard to what children are being constructed as homogeneous in school, is rare. This article will initially deal with different conceptions of homogeneity; in pedagogical discourses, it is deciphered as equality with a reference to human rights as well as "evaluating from the same point of view" with a reference to the meritocratic principle. Thirdly, it is also understood as homogeneity of the culturally significant behavioural dispositions. In the second part of this article, a praxeological approach will be used to find a way to empirically analyse the makings of homogeneity. The authors focus on the homogenization of students taking the concept of social choreographies (Hewitt 2010; Klein 2005) into account, which shall be explored for educational research in this article. It analyses bodily practices of established orders of movement, in which emergent semantic fields arise in the interplay of pedagogical and aesthetic dimensions. This will be illustrated by the example of class - room circles in a primary school: a configuration that stands for a participatory and equal form of interaction in class. The analyses are based on sources that were collected in the manner of an in-school ethnography for example (video supported) observations, photographs and group discussions with children. (DIPF/Orig.)
weitere Beiträge dieser ZeitschriftZeitschrift für Pädagogik Jahr: 2019
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PrüfsummenPrüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis
Eintrag erfolgte am09.02.2022
QuellenangabeDietrich, Cornelie; Riepe, Valerie: Praktiken der Homogenisierung. Soziale Choreographien im Schulalltag - In: Zeitschrift für Pädagogik 65 (2019) 5, S. 669-691 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-241133 - DOI: 10.25656/01:24113
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