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Aufsatz (Zeitschrift) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-356562
DOI: 10.25656/01:35656; 10.35468/6236-03
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-356562
DOI: 10.25656/01:35656; 10.35468/6236-03
| Originaltitel |
Solidarität – Überlegungen zur Praxis der Auffindbarkeit des Anderen |
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| Paralleltitel | Solidarity - reflections on the practice of finding the other |
| Autor |
Müller, Thomas |
| Originalveröffentlichung | Emotionale und soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen : ESE 8 (2026) 8, S. 28-39 |
| Dokument | Volltext (402 KB) |
| Lizenz des Dokumentes |
|
| Schlagwörter (Deutsch) | Sonderpädagogik; Solidarität; Fremdheit; Verhaltensauffälligkeit; Beziehung; Kind; Jugendlicher; Psychosoziale Belastung |
| Teildisziplin | Sonderpädagogik Pädagogische Psychologie |
| Dokumentart | Aufsatz (Zeitschrift) |
| ISBN | 978-3-7815-2774-4; 978-3-7815-6236-3; 9783781527744; 9783781562363 |
| ISSN | 2629-0170; 2941-1998; 26290170; 29411998 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Begutachtungsstatus | Peer-Review |
| Abstract (Deutsch): | Solidarität gilt als komplexes Phänomen in sozialen und pädagogischen Beziehungen, insbesondere dort, wo Unvertrautheit und Fremdheit vorherrschen. Diskutiert wird, wie Solidarität als Praxis der „Auffindbarkeit des Anderen“ verstanden und realisiert werden kann – vor allem im Kontext von Kindern und Jugendlichen, die als verhaltensauffällig oder psychosozial belastet gelten. Es wird argumentiert, dass Solidarität weit über moralische Appelle hinausreicht und eine differenzierte Analyse von Unrecht, gesellschaftskritische Reflexion sowie konkrete Handlungen mit sich bringt. Im Zentrum steht die Frage, wie pädagogische Beziehungen gestaltet werden können, um Solidarität auch mit jenen zu ermöglichen, die mit sich oder anderen nicht solidarisch sind. Es wird gezeigt, dass Solidarität sowohl rationale als auch emotionale Anteile erfordert und stets mit der Gefahr paternalistischer Überformung oder advokatorischer Subordination verbunden ist. Die transindividuelle Dimension von Solidarität, die sich auf Gruppen und kollektive Bewegungen bezieht, wird ebenso thematisiert wie die Notwendigkeit, sich als Teil einer Gemeinschaft zu verstehen, ohne Unterschiede und Machtverhältnisse zu negieren. Besondere Herausforderungen ergeben sich im pädagogischen Alltag, da Solidarität mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen häufig weder selbstverständlich noch gesellschaftlich anerkannt ist. Eine solidarische Praxis erfordert die kontinuierliche Auseinandersetzung mit individuellen Lebenslagen und kollektiven Strukturen, wobei die Gefahr besteht, dass pädagogische Institutionen selbst zur Entsolidarisierung beitragen. Der Beitrag argumentiert daher, Solidari-tät nicht auf dyadische Beziehungen zu beschränken, sondern gesellschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen kritisch zu reflektieren und darüber transformative Wirkungen zu erzeugen. (DIPF/Orig.) |
| Abstract (Englisch): | Solidarity is considered a complex phenomenon in social and educational relationships, especially where unfamiliarity and alienation prevail. The discussion focuses on how solidarity can be understood and realized as a practice of ‘finding the other’ – especially in the context of children and young people who are considered to have behavioral problems or psychosocial stress. It is argued that solidarity goes far beyond moral appeals and involves a differentiated analysis of injustice, socio-critical reflection and concrete actions. The focus is on the question of how educational relationships can be shaped to enable solidarity even with those who are not in solidarity with themselves or others. It is shown that solidarity requires both rational and emotional components and is always associated with the danger of paternalistism or advocacy subordination. The transindividual dimension of solidarity, which refers to groups and collective movements, is addressed, as is the need to understand oneself as part of a community without negating differences and power relations. Particular challenges arise in everyday educational practice, as solidarity with children and young people with behavioral problems is often neither self-evident nor socially recognized. Practising solidarity requires continuous engagement with individual life situations and collective structures, whereby there is a risk that educational institutions themselves contribute to a lack of solidarity. This article therefore argues that solidarity should not be limited to dyadic relationships, but rather that social and structural conditions should be critically reflected upon in order to bring about transformative effects. (DIPF/Orig.) |
| weitere Beiträge dieser Zeitschrift | Emotionale und soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen : ESE Jahr: 2026 |
| Statistik | |
| Prüfsummen | Prüfsummenvergleich als Unversehrtheitsnachweis |
| Bestellmöglichkeit | Kaufmöglichkeit prüfen in buchhandel.de |
| Eintrag erfolgte am | 01.07.2026 |
| Quellenangabe | Müller, Thomas: Solidarität – Überlegungen zur Praxis der Auffindbarkeit des Anderen - In: Emotionale und soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen : ESE 8 (2026) 8, S. 28-39 - URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-356562 - DOI: 10.25656/01:35656; 10.35468/6236-03 |